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Recep Tayyip Erdogan.

Es drohen Konsequenzen

Türkei fordert erneut Absage von „illegalem“ Kurden-Referendum

Die Türkei hat die kurdische Führung im Nordirak erneut zur Absage des geplanten Unabhängigkeitsreferendums aufgefordert und andernfalls mit Konsequenzen gedroht.

Das für kommenden Montag geplante Referendum sei „illegal und inakzeptabel“, teilte der Nationale Sicherheitsrat der Türkei nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu mit. Sollte die Abstimmung dennoch stattfinden, behalte sich Ankara auf der Basis bilateraler und internationaler Vereinbarungen „alle Optionen“ vor.

Der Nationale Sicherheitsrat hatte am Samstagabend in Ankara mehrere Stunden unter dem Vorsitz von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan getagt. Erdogan hatte in den vergangenen Tagen im Fall eines Referendums mit türkischen Sanktionen gedroht. Kurden-Präsident Massud Barsani hält bislang dennoch an der Abstimmung fest.

Der Sicherheitsrat teilte weiter mit, das Referendum stelle eine unmittelbare Bedrohung für „die Sicherheit der Türkei und den Frieden, die Sicherheit und die Stabilität der Region“ dar. „Die Türkei ist dazu bereit, zwischen der Zentralregierung des Iraks und der kurdischen Regionalverwaltung zu vermitteln.“ Neben der irakischen Zentralregierung und der Türkei haben sich auch die UN, die USA und der Iran gegen das Referendum ausgesprochen.

dpa

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