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In Frankreich gibt es nur wenig Aufbegehren gegen die Auftritte türkischer Politiker.

Von München bis Hamburg

15 Veranstaltungen bis Ende März: Hier plant die Türkei Auftritte

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München - Einem Medienbericht zufolge plant die türkische Regierung bis Ende März noch 15 Auftritte in Deutschland. Unsere Karte zeigt, welche Orte bereits feststehen.

Update vom 15. März 2017: Täglich kommen härtere Töne aus der Türkei, der Streit zwischen der Regierung Erdogan und einigen EU-Ländern droht zu eskalieren. LMU-Türkei-Experte schätzt aus aktuellem Anlass im Merkur.de-Interview den Konflikt und die Perspektiven ein.

Nach den jüngsten Eskalationen am Wochenende zwischen der Türkei und den Niederlanden kam es zu einer Verschärfung des Tonfalls auch zwischen Berlin und Ankara. Auch deswegen will die türkische Seite auf keinen Fall nachgeben. Wie die Bild-Zeitung berichtet, lässt sich die Regierung Erdogan auch nicht von abgesagten Auftritten in Deutschland abschrecken. Im Gegenteil. Der türkische Außenminister soll die Bundesregierung informiert haben, dass bis Ende März weitere 15 Auftritte von „Ex-Ministern, Abgeordneten und Top-Funktionären“ der Regierungspartei AKP in Deutschland geplant sind.

Der Großteil davon soll in Nordrhein-Westfalen und dem Norden Deutschlands stattfinden, auch in München ist laut dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann ein Auftritt im Bereich des Möglichen. Dies berichtet tz.de.

Unsere Karte zeigt, in welchen Städten Auftritte geplant sind:

Am Dienstag betrieb Ankara die Eskalation weiter: Die Türkei bezeichnete die Erklärung der Europäischen Union zur derzeitigen diplomatischen Krise als "wertlos". "Die kurzsichtige Erklärung der EU hat für unser Land keinen Wert", teilte das türkische Außenministerium am Dienstag mit. Statt die Lage zu beruhigen, befördere die EU "Fremdenfeindlichkeit und eine antitürkische Stimmung", indem sie Länder unterstütze, "die gegen diplomatische Vereinbarungen und das Gesetz verstoßen".

EU setzt im Streit auf Deeskalation

Brüssel hatte Ankara am Montag aufgefordert, "auf überzogene Erklärungen und Handlungen zu verzichten, welche die Lage weiter zu verschärfen drohen". Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte den Niederlanden wie auch zuvor den deutschen Behörden im Streit um abgesagte Wahlkampfauftritte türkischer Minister Nazi-Methoden vorgeworfen.

Die Erklärung der EU beinhalte "falsche Bewertungen" und vermische "unterschiedliche Ansichten, um die Wahrnehmung zu verzerren", teilte das türkische Außenministerium am Dienstag weiter mit. Die EU "wendet demokratische Werte, Grundrechte und Freiheiten wahlweise an".

Derzeit schickt Erdogan seine Minister zu Wahlkampfauftritten in EU-Staaten. Sie sollen bei dort lebenden Türken für das Verfassungsreferendum am 16. April werben, mit dem Erdogan seine Machtbefugnisse deutlich ausweiten will. Unter Verweis auf Sicherheitsbedenken waren verschiedene Auftritte in Deutschland und den Niederlanden von den dortigen Behörden abgesagt worden.

Der Streit zwischen der Türkei und den Niederlanden eskalierte, nachdem die niederländischen Behörden dem türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu die Landeerlaubnis entzogen und die türkische Familienministerin Fatma Betül Sayan Kaya des Landes verwiesen hatten.

afp-Video: EU und Türkei - Ein brüchiges Verhältnis?

Video SnackTV

afp/bix

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