Türkei-Touristen: Erdogan außer Rand und Band.
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Türkei-Touristen: Erdogan außer Rand und Band.

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Türkei-Touristen aus Deutschland: Erdogan außer Rand und Band

  • Georg Anastasiadis
    vonGeorg Anastasiadis
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Nach der Drohung aus Ankara gegen Touristen aus Deutschland, die an Kurden-Demos teilnehmen, ist es Zeit, Erdogan und seinen Schergen die rote Karte zu zeigen.

Der politische Aschermittwoch in Bayern ist die Fortsetzung des Faschings mit anderen Mitteln, sagen Spötter. Doch mag sich Markus Söder noch so mühen – die deftigeren Sprüche werden anderswo geklopft, zum Beispiel in Ankara. Und dort sollte man, anders als in Passau und Vilshofen, auch gut hinhören. Mag ja sein, dass Präsident Erdogan sich im Kommunalwahlkampf befindet. Aber die markigen Worte seines Innenministers, dass Touristen, die in Deutschland an Kurden-Demos teilnehmen, bei der Einreise in die Türkei verhaftet werden, sind leider ernstzunehmen. Schon jetzt reicht es ja, sich als Deutscher in sozialen Netzwerken kritisch zu äußern, um in türkischen Gefängnissen zu landen.

Türkei-Probleme: Özdemir hat Recht

Grünen-Exchef Cem Özdemir hat recht: Die Beschwichtigungspolitik der Bundesregierung Richtung Erdogan ist gescheitert. Es ist unerträglich, wenn Bundesbürger zuhause durch türkische Spione ausgekundschaftet und bedroht werden. Und noch unerträglicher, wenn das ohne entschiedene Antwort aus der Bundeshauptstadt bleibt. Dort räsoniert Unions-Fraktionschef Brinkhaus stattdessen lieber darüber, dass er sich einen Muslim als Kanzlerkandidat von CDU und CSU vorstellen kann.

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Türkei: Erdogan außer Rand und Band

Hallo Berlin: Die Regierung in Ankara ist in einer Weise außer Rand und Band, dass wichtiger als politisch korrekte Worthülsen klare Ansagen wären. Signale, die von Erdogan und seinen religiösen Eiferern auch verstanden werden. Der Entzug der Islamunterrichtslizenz für die der türkischen Religionsbehörde Dyanet unterstellten Ditib-Lehrer wäre ein solches Zeichen, um sicherzustellen, dass an unseren Schulen nicht Erdogans Werte gepredigt werden. Bayern macht es vor. Andere Bundesländer sollten folgen, um ihm zu zeigen, dass seine Macht und die seiner Schergen in Deutschland Grenzen hat. Doch auch jeder einzelne aus der wachsenden Schar der Touristen, die mit einer Rückkehr in die Türkei liebäugeln, hat es in der Hand, dem Despoten vom Bosporus die rote Karte zu zeigen.

Sie erreichen den Autor unter Georg.Anastasiadis@merkur.de

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