Oberst Michael Krah, Kommodore des Einsatzgeschwaders Counter DAESH, vor einem Tornado der Luftwaffe in Incirlik. Foto: Bundeswehr/Falk Bärwald
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Oberst Michael Krah, Kommodore des Einsatzgeschwaders Counter DAESH, vor einem Tornado der Luftwaffe in Incirlik.
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei einem Besuch in Incirlik am 1. Juli 2016. Foto: Jirka Ohk/Bundeswehr/PIZ EinsFüKdo Bw
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Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei einem Besuch in Incirlik am 1. Juli 2016. Foto: Jirka Ohk/Bundeswehr/PIZ EinsFüKdo Bw
Zwei Recce-Tornados der Luftwaffe der Bundeswehr starten im Rahmen des Einsatzes Counter DAESH in Incirlik. Foto: Bundeswehr/Falk Bärwald
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Zwei Recce-Tornados der Luftwaffe der Bundeswehr starten im Rahmen des Einsatzes Counter DAESH in Incirlik. Foto: Bundeswehr/Falk Bärwald
Tornado-Pilot der Bundeswehr in Incirlik. Foto: Bundeswehr/Falk Bärwald
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Tornado-Pilot der Bundeswehr in Incirlik. Foto: Bundeswehr/Falk Bärwald
Ein Pilot und ein Techniker arbeiten in Incirlik an einem Recce-Tornado der Bundeswehr. Foto: Bundeswehr
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Ein Pilot und ein Techniker arbeiten in Incirlik an einem Recce-Tornado der Bundeswehr. Foto: Bundeswehr
Ankunft deutscher Soldaten auf dem Luftwaffenstützpunkt im türkischen Incirlik. Foto: Bundeswehr/Falk Bärwald
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Ankunft deutscher Soldaten auf dem Luftwaffenstützpunkt im türkischen Incirlik. Foto: Bundeswehr/Falk Bärwald

Luftwaffenstützpunkt

Bundesregierung erwägt Bundeswehr-Abzug aus Incirlik

Berlin - Neue Belastungsprobe für die deutsch-türkischen Beziehungen: Bundestagsabgeordnete dürfen wieder einmal nicht zu den deutschen Soldaten in Incirlik. Ein Abzug der Truppe aus der Türkei wird jetzt von mehreren Seiten gefordert.

Nach dem neuen Besuchsverbot für Abgeordnete auf der türkischen Luftwaffenbasis Incirlik erwägt die Bundesregierung einen Abzug der dort stationierten deutschen Soldaten. Für die Bundesregierung sei es „absolut inakzeptabel“, dass Parlamentarier die Bundeswehrtruppe nicht besuchen könnten, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amts, Martin Schäfer, am Montag in Berlin. „In dieser Lage müssen wir uns Gedanken darüber machen, wie es weiter geht.“ 

Die Krise in den deutsch-türkischen Beziehungen verschärft sich damit weiter. Das Verteidigungsministerium hat bereits Alternativstandorte geprüft. Als Favorit gilt Jordanien. Nach seinen Angaben würde eine Verlegung aber Monate dauern.

Ankara gibt Asyl für türkische Offiziere als Grund an

Die Türkei hat mehreren Bundestagsabgeordneten einen Besuch bei den deutschen Soldaten auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik untersagt. Darüber informierte das Auswärtige Amt nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur die Obleute des Verteidigungsausschusses.

Der Besuch der Obleute des Verteidigungsausschusses war für Dienstag geplant und bereits vor Wochen angekündigt worden. Die türkische Seite hatte sich lange Zeit gar nicht gerührt. Am Samstag wurde die Absage dem Auswärtigen Amt auf Arbeitsebene mitgeteilt. Als ein Grund soll die Gewährung von Asyl für türkische Offiziere in Deutschland angegeben worden sein.

Die Bundeswehr beteiligt sich von Incirlik aus mit "Tornado"-Aufklärungsjets und einem Tankflugzeug an den Luftangriffen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak. Auf der Luftwaffenbasis sind etwa 260 deutsche Soldaten stationiert.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Türkei Bundestagsabgeordneten über Monate hinweg den Besuch bei den deutschen Soldaten in Incirlik verweigert. Im Oktober durften sie dann doch noch einreisen. Grund für die Verstimmung war damals, dass der Bundestag in einer Entschließung die im Osmanischen Reich an den Armeniern begangenen Verbrechen als Völkermord anerkannt hatte.

Später führte der Wahlkampf vor dem Referendum zur türkischen Verfassungsreform zu neuen Spannungen im deutsch-türkischen Verhältnis, die sich nun weiter verschärfen dürften.

Das Verteidigungsministerium hat bereits Alternativ-Standorte in Jordanien, Kuwait und auf Zypern geprüft. Die Entscheidung soll nach Angaben aus dem Ausschuss in den nächsten Wochen fallen. Jordanien wird als Standort favorisiert.

Trump trifft Erdogan: Von dem Treffen im Weißen Haus berichten wir im Live-Ticker.

dpa

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