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Türkische Soldaten wurden nach Medienberichten dazu aufgefordert, geflohene türkische Soldaten auszuspionieren. Foto: Ronald Wittek

Medienberichte

Türkei verstärkt Spionage wegen geflüchteter Soldaten

Nach dem Putschversuch in der Türkei sind Dutzende türkische Soldaten ins Ausland geflohen. Medienberichten zufolge wurden türkische Offiziere an Nato-Stützpunkten dazu aufgefordert, die Geflohenen auszuspionieren.

Berlin (dpa) - Der türkische Generalstab hat seine auf Nato-Stützpunkten im Ausland stationierten Offiziere einem Medienbericht zufolge angewiesen, geflohene Soldaten gezielt auszuforschen.

Ein Befehl vom 9. Juni dieses Jahres fordere die Offiziere auf, alle Informationen über ihre ehemaligen Kameraden zu beschaffen, berichten "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR.

Unter anderem wolle Ankara wissen, wo diese wohnen, ob sie Asylanträge gestellt haben und ob sie in Kontakt zu westlichen Regierungen oder Medien stehen, heißt es weiter. Die Spionage-Order ging demnach an alle türkischen Militärattachés im Ausland und an türkische Offiziere in Nato-Stützpunkten. Insgesamt sollen es mehrere Hundert Befehlsempfänger sein.

Dutzende türkische Diplomaten und Militärangehörige haben nach dem gescheiterten Putschversuch vom 15. Juli 2016 Zuflucht in Deutschland gesucht oder sich gegen eine Rückkehr in die Türkei entschieden, weil sie politische Verfolgung fürchten. Spionageaktivitäten türkischer Stellen haben in Deutschland zuletzt mehrfach für Verärgerung und Gegenmaßnahmen gesorgt.

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