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Ein Panzer der türkischen Armee auf dem Weg nach Afrin in Syrien. Foto: XinHua

Empörung über Haltung der USA

Türkei weiter zu Angriff auf syrische Kurden entschlossen

Istanbul (dpa) - Die Türkei hält trotz des Widerstandes der US-Regierung weiter an einer geplanten Offensive gegen kurdische Truppen in Nordsyrien fest. "Die Türkei ist in dieser Sache fest entschlossen", sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu in einem Interview mit dem Sender NTV.

"Die USA haben gesagt, dass sie abziehen werden und dass sie in der Gegend kein Chaos wollen. Daraufhin hat der Präsident (Recep Tayyip Erdogan) gesagt, dass wir warten", sagte Cavusoglu. Sollte sich allerdings der US-Abzug - auch aufgrund "falscher, unsinniger und unrealistischer Ausreden" - verzögern, dann "werden wir unsere Entscheidung in die Tat umsetzen".

Cavusoglu bezog sich auf Bemerkungen des Sicherheitsberaters von US-Präsident Donald Trump, John Bolton. Der hatte den Abzug der rund 2000 US-Soldaten aus Syrien an Bedingungen geknüpft. Demnach soll die Türkei eine Garantie abgeben, dass sie bei zukünftigen Militäreinsätzen im Nachbarland Syrien die kurdischen Verbündeten der USA im Kampf gegen die Terrormiliz IS nicht angreifen werde. Die sieht die Türkei allerdings als Terrororganisation und Bedrohung der eigenen Grenze an. US-Außenminister Mike Pompeo hatte zuvor gesagt, man wolle verhindern, "dass die Türken die Kurden abschlachten".

Sowohl die Abzugsbedingungen von Bolton als auch die Bemerkung von Pompeo stießen in der Türkei auf Empörung. Bei einem Besuch in Ankara am Dienstag fertigten Regierungsvertreter Bolton betont kurz und kühl ab. Ein erbetenes Treffen mit Präsident Erdogan kam nicht zustande. Der sagte stattdessen in einer landesweit übertragenen Rede, Bolton habe einen schweren Fehler begangen.

US-Außenminister Pompeo sagte laut Medienberichten während eines Besuchs im Irak, dass die Entscheidung abzuziehen "sehr klar" sei. Washington erkenne außerdem an, dass die Türkei von Terroristen bedroht werde. Man werde die Türkei unterstützen.

Pompeo in Erbil - State Department

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