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Mitglieder kurdischer Gruppen protestierten am Montag in Paris gegen die Angriffe der Türkei gegen Stellungen der PKK.

Kämpferische Ankündigung aus Ankara

Türkei will PKK bis zur Waffenniederlegung weiter angreifen

Ankara - Die Türkei will ihre Militäroffensive gegen die kurdische PKK fortsetzen, bis diese ihre Waffen niederlegt. Die türkische Armee werde ihren Kampf fortsetzen, bis "ein bestimmtes Ziel" erreicht sei, sagte Regierungschef Ahmet Davutoglu am Montag.

Er appellierte an die verbotene Kurdische Arbeiterpartei, ihr 2013 gegebenes Versprechen zur Entwaffnung einzulösen. Waffen und Demokratie seien "nicht kompatibel". Laut Davutoglu wurden in den vergangenen 24 Stunden "Unterkünfte, Logistikzentren und Verstecke" der PKK angegriffen.

Die Türkei, der lange vorgeworfen wurde, dass sie die Dschihadisten-Miliz Islamischer Staat (IS) duldet oder sogar unterstützt, hatte in den vergangenen Tagen erstmals Luftangriffe gegen IS-Stellungen in Syrien geflogen. Gleichzeitig griff das türkische Militär auch PKK-Stellungen im Nordirak an, die mit kurdischen Einheiten in Syrien zusammenarbeitet. Experten mutmaßen nun, ob die Türkei nicht vielmehr den Einfluss der Kurden in Syrien zurückdrängen will als den des IS.

Am Dienstag berät die Nato auf Antrag Ankaras über die zunehmenden Spannungen der Türkei mit dem IS und der PKK. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg rechnet aber nicht mit einer Bitte der Türkei um großangelegte Unterstützung, wie er am Sonntag der BBC sagte. Im norwegischen Sender NRK warnte Stoltenberg vor einer Gefährdung des Friedensprozesses mit den Kurden. Auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) appellierte an Ankara, am Friedensprozess mit der PKK festzuhalten.

AFP

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