Schwere Zusammenstöße

18 türkische Soldaten und Wachen von PKK-Kämpfern getötet

Istanbul - 18 Soldaten und Dorfwachen sind nach Medienberichten bei Gefechten mit der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK in der Türkei getötet worden.

Kurdische Rebellen haben nach Angaben türkischer Staatsmedien 18 Soldaten sowie eine Dorfwache getötet. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, wurden fünf Soldaten am Samstagmorgen in der südöstlichen Provinz Hakkari getötet. 20 weitere Soldaten seien bei dem Einsatz gegen die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) an der Grenze zum Nordirak verletzt worden. Ebenfalls am Samstagmorgen wurden bei einem weiteren Einsatz drei Soldaten in Cukurca in derselben Provinz getötet.

Zuvor hatte Anadolu bereits unter Berufung auf den Gouverneur der östlichen Provinz Van berichtet, dass am Freitag bei Zusammenstößen mit PKK-Kämpfern in der Gegend acht Soldaten getötet und acht weitere verletzt worden seien. Die Region grenzt an den Iran.

Bei einem Angriff auf einen Kontrollposten in Mardin im unruhigen Südosten wurden zudem am späten Freitagabend zwei weitere Soldaten sowie ein Mitglied einer sogenannten Dorfwache getötet, die seit Jahren das Militär im Kampf gegen die kurdischen Rebellen unterstützt. Drei Menschen wurden verletzt. Anadolu machte auch für diese Attacke die PKK verantwortlich, die Ankara als Terrorgruppe betrachtet.

In den Bergen von Tendurek in der Provinz Van wurden den Behörden zufolge außerdem 13 mutmaßliche PKK-Kämpfer bei Angriffen der türkischen Luftwaffe getötet. Der Einsatz werde fortgesetzt, berichtete Anadolu am Samstag.

Seit im Sommer vergangenen Jahres eine Waffenruhe zusammenbrach, gibt es vor allem im Südosten der Türkei regelmäßig Angriffe der PKK. Anadolu zufolge wurden seitdem mehr als 600 Mitglieder der türkischen Sicherheitskräfte getötet. Diese Zahlen sind von unabhängiger Seite nicht überprüfbar. Die Regierung geht mit aller Härte militärisch gegen die PKK in der Türkei sowie im Nordirak vor.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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