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Der Boxer Ünsal Arik war zu Gast bei Jan Böhmermann.

„Neo Magazin Royale“

Türkischer Boxer schimpft bei Böhmermann gegen Erdogan

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Köln - „Dieser Mensch, der ist böse, der gehört einfach weg“. Im „Neo Magazin Royale“ sagte der deutsch-türkische Boxer Ünsal Arik seine Meinung zu Erdogan. Und die war heftig.

Ein schwarzes T-Shirt, darauf in weiß der Hashtag „Erdocan't“. Der Boxer Ünsal Arik machte im Neo Magazin Royale (hier die Sendung im voller Länge) bei Jan Böhmermann keinen Hehl aus seiner politischen Einstellung zur türkischen Regierung. Arik ist in Parsberg in der Oberpfalz geboren, hat aber neben der deutschen auch die türkische Staatsbürgerschaft – darf also beim Verfassungsreferendum am 16. April mitstimmen. Allerdings darf er nicht in die Türkei einreisen – wegen seiner Kritik an Erdogan.

Bei einem Kampf in der Türkei hatte er ein T-Shirt an, mit der Aufschrift: „Das Land gehört Attatürk und nicht Erdogan“. Später kritisierte Arik die Erdoganfans in einer Sat.1-Sendung, erklärt er bei Böhmermann: „Ich habe Landsleute, die ihn wählen, als dumm bezeichnet. Weil: Wer dummes tut ist dumm. Und wer ihn wählt, wird auch weiterhin für mich dumm bleiben.“ Zudem habe er Ergodan mit Hitler verglichen – woraufhin Böhmermann einwarf: „Nazi-Vergleiche – wer macht das in diesen Tagen nicht?“

„Bist Du Güllinist, oder Kurde?“

Jan Böhmermann zeigte sich sichtlich interessiert an Ünsal Arik. Das mag auch damit zusammenhängen, dass Böhmermann vom türkischen Staatspräsidenten nach einem Schmäh-Gedicht angezeigt worden war. „Wir haben doch denselben Freund“, sagte Arik - Böhmermann antwortete scherzhaft: „Darüber darf ich nicht reden.“

Der Moderator wollte mehr wissen und fragte in seiner ironischen Art: „Bist Du Güllinist, oder Kurde – oder Terrorist? Oder warum sagst du was gegen den türkischen Staatspräsidenten?“ Arik erwiderte: „Stop, Stop – er ist nicht mein Präsident. Wer so mein Land repräsentiert, hat weder in der Türkei, noch auf dieser Welt was verloren. Dieser Mensch, der ist böse, der gehört einfach weg.“ Er sei sehr enttäuscht von den Türken, die in Deutschland leben, sagte der Boxer. Er habe diesem Land sehr viel zu verdanken: „Ich erwarte von meinen Landsleuten ein bisschen mehr Dankbarkeit.“

Harte Kritik an Erdogan-Fans in Deutschland

Er fordert von der deutschen Politik ein Einreiseverbot für türkische Politiker. Denn die regierten nicht in Deutschland, sondern in der Türkei, findet er. Und wem es in Deutschland nicht gefalle, der solle doch in die Türkei ziehen, sagt Arik: „Jeder Türke, dem es hier nicht passt, der weiß doch wo der Flughafen ist.“

Seine Kritik an der türkischen Politik hat Arik bekannt gemacht, aber auch viel Gegenwind beschert. Teilweise von engen Freunden seiner Familie würde er beschimpft und bedroht, auch anonyme Briefe bekomme er nachhause, erzählt er. Angst habe er aber keine, denn „Hunde, die bellen, beißen nicht“. Und: „Ich schau drüber weg, denn ich bin besser als die“.

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