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Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt den Ministerpräsidenten der Türkei, Ahmet Davutoglu.

Treffen mit Merkel in Berlin

EU-Beitritt: Türkischer Ministerpräsident bittet um Unterstützung

Berlin - Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu hat Deutschland um mehr Unterstützung bei den Bemühungen seines Landes um einen EU-Beitritt gebeten.

Bei seinem ersten Besuch in Berlin verwies Davutoglu am Montag darauf, dass die Aufnahme eines muslimischen Landes der Europäischen Union eine neue Dimension geben würde. Die Aufnahme der Türkei wäre ein „sehr gutes Friedenssignal für die Welt“. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) steht einer Vollmitgliedschaft der Türkei hingegen weiterhin skeptisch gegenüber.

Die Türkei ist bereits seit 1999 Beitrittskandidat zur Europäischen Union. Die Verhandlungen gehen aber seit Jahren nur äußerst schleppend voran. Merkel sagte, ihre Meinung habe sich nicht geändert. Trotz der „Skepsis über die Vollmitgliedschaft“ sei sie aber dafür, dass die Verhandlungen weitergehen. Allerdings gebe es, zum Beispiel in der Zypern-Frage, noch viele Schwierigkeiten. „Es sind so viele Probleme derzeit zu lösen - die Stunden am Tag reichen gar nicht aus, das alles anzugehen.“

Davutoglu setzte sich gegen Vorwürfe zur Wehr, dass die Türkei im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus zu wenig unternimmt. „Man sollte die Türkei nicht in ungerechtfertigter Weise beschuldigen. Das werden wir nicht akzeptieren.“ Sein Land sei weiterhin zu „jeder nachrichtendienstlichen Zusammenarbeit“ bereit. Zugleich warnte er davor, den Islam mit Terrorismus in Verbindung zu bringen. Die Türkei habe bei der Mordserie des NSU auch „nie von irgendwelchen christlichen Terroristen“ gesprochen.

Merkel bezeichnete die Türkei im Kampf gegen den Terrorismus als „Verbündeten“. „Wir handeln gemeinsam. Wir haben manchmal unterschiedliche Nuancen in Auffassungen. Aber das bringt uns nicht davon ab, dass wir Seite an Seite gegen den Terrorismus stehen.“

dpa

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