+
Tausende Menschen hatten sich an den Protesten gegen eine Erhöhung der Ticketpreise beteiligt. Foto: Sebastiao Moreira

Tumulte und Festnahmen bei Protesten in Brasilien

São Paulo/Rio de Janeiro (dpa) - Bei Protesten gegen Fahrpreiserhöhungen im öffentlichen Nahverkehr ist es in der brasilianischen Millionen-Metropole São Paulo zu Ausschreitungen gekommen.

Randalierer warfen Schaufensterscheiben ein, demolierten eine Bankfiliale und zündeten einen Bus an. Die Polizei setzte Tränengas und Gummigeschosse ein. Rund 30 Personen wurden nach lokalen Medienangaben am Freitagabend (Ortszeit) festgenommen. Über Verletzte gab es zunächst keine offiziellen Angaben.

Die Tarife für die Bustickets waren diese Woche in São Paulo um 50 Centavos (rd. 16 Euro-Cents) auf 3,50 Reais erhöht worden. Nach Polizeiangaben nahmen rund 5000 Demonstranten an den Protesten teil. Die Veranstalter sprachen dagegen von bis zu 30 000 Teilnehmern. Auch in Rio kam es zu Protesten. Im Sommer 2013 hatten sich landesweite Massenproteste an Fahrpreiserhöhungen entzündet. Damals waren Hunderttausende Menschen wochenlang auf die Straße gegangen, um gegen Misswirtschaft und Korruption in Brasilien zu protestieren.

Folha de Sao Paulo

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Steinmeier verurteilt Aggression im Wahlkampf
In wenigen Tagen wird gewählt. Der Bundespräsident verurteilt Übergriffe und Randale rechter Gruppen. Der Zustand der Gesellschaft macht ihm Sorgen. Die AfD erwähnt er …
Steinmeier verurteilt Aggression im Wahlkampf
Trump-Rede vor der UN: Für seine Verhältnisse sachlich
Donald Trump tritt vor die Vereinten Nationen: Das allein hat Sprengkraft. Seine Rede fällt für Trump-Verhältnisse sachlich aus, auch wenn es ihr nicht an Härte mangelt.
Trump-Rede vor der UN: Für seine Verhältnisse sachlich
Berliner Landgericht nennt Mietpreisbremse verfassungswidrig
Die Mietpreisbremse soll, was der Name sagt: den Anstieg von Mieten begrenzen. Das Berliner Landgericht hält das Instrument für verfassungswidrig. Ändern wird sich aber …
Berliner Landgericht nennt Mietpreisbremse verfassungswidrig
Wer im Rennen um Ministerposten schon jetzt die Nase vorn hat
Spitzenpolitiker stellen sich auf drei mögliche Regierungskoalitionen ein: Schwarz-rot, schwarz-gelb oder schwarz-grün. Wer könnte sich schon bald auf einem …
Wer im Rennen um Ministerposten schon jetzt die Nase vorn hat

Kommentare