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Gibt es doch noch eine Lösung für einen Verbleib Großbritanniens in der EU? Donald Tusk glaubt: Ja.

Rede im EU-Parlament

Tusk hält „Brexit-Absage“ für möglich

Die Brexit-Verhandlungen stocken. EU-Ratspräsident Donald Tusk hält mittlerweile sogar einen äußerst überraschenden Ausgang der Gespräch für möglich.

Straßburg - Kann der Brexit noch abgesagt werden? EU-Ratspräsident Donald Tusk hält dies offensichtlich für möglich. In einer Rede vor dem Europaparlament sagte der Pole am Dienstag, die Brexit-Verhandlungen könnten auch damit enden, dass es keinen Brexit gebe. Dies sei die dritte Möglichkeit neben einem EU-Austritt des Vereinigten Königreichs mit einem „guten Deal“ oder einem ungeregelten Austritt „ohne Deal“.

Tusk äußerte sich vor den Europaabgeordneten zu den Brexit-Verhandlungen beim EU-Gipfel Ende der vergangenen Woche. Bei dem Gipfel hatten die Staats- und Regierungschefs eine von Großbritannien geforderte Ausweitung der Austrittsverhandlungen abgelehnt. So soll über die künftigen Beziehungen zu Großbritannien erst dann gesprochen werden, wenn „ausreichende Fortschritte“ bei den wichtigsten Trennungsfragen erzielt wurden.

Großbritanniens eigene Frist endet im März 2019

Isoliert? Theresa May vor einem Treffen mit Donald Tusk am vergangenen Freitag

Dazu gehören der künftige Status der Grenze zwischen dem EU-Mitglied Irland und dem britischen Nordirland, finanzielle Forderungen an London von bis zu 100 Milliarden Euro sowie die künftigen Rechte von 3,2 Millionen EU-Bürgern im Königreich und 1,2 Millionen Briten in der EU.

Die Frist für eine Einigung mit der EU endet für Großbritannien Ende März 2019. Wenn es bis dahin keine Verständigung oder keinen Rückzug vom Brexit gibt, scheidet das Land mit potenziell schwerwiegenden Folgen vor allem für die Wirtschaft ungeregelt aus der Europäischen Union aus. May steht auch im britischen Unterhaus wegen der Verhandlungen unter Druck.

dpa

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