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Donald Trump schniefte hörbar - er selbst dementierte das aber. 

Er musste ständig schniefen

TV-Debatte: Was war mit Trumps Nase los? 

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New York - Nach der TV-Debatte in den USA fragt sich die Internetgemeinde: Warum zog Donald Trump ständig die Nase hoch? Ein Unterstützer von Hillary Clinton hat eine gewagte These. 

Wer Präsident der Vereinigten Staaten werden will, muss bei seinen Wählern einen guten Eindruck machen. Nicht nur mit seinen Versprechen im Wahlkampf, sondern gerade mit seinem Verhalten bei öffentlichen Auftritten. Im Jahr 2000 musste das der Demokrat Al Gore schmerzlich erfahren. Während der ersten TV-Debatte kommentierte Gore mehrere Aussagen seines Gegners George W. Bush mit einem lauten Seufzen. Das kam bei den Zuschauern nicht gut an, Gore wirkte herablassend und verlor die Wahl. 

In der Nacht auf Mittwoch standen sich nun erneut zwei Bewerber um das Präsidentenamt vor den Fernsehkameras gegenüber. Hillary Clinton machte dabei einen deutlich souveräneren Eindruck als ihr republikanischer Kontrahent Donald Trump. Die ehemalige First Lady trat schlagfertig, faktensicher und sympathisch auf. Trump dagegen wirkte nervös, unterbrach seine Konkurrentin häufig - und dann tat er noch etwas, das ein wenig an Gores Stöhnen erinnerte: Trump zog permanent hörbar die Nase hoch.

In den sozialen Medien wurde schon während der Debatte über das Geschniefe gewitzelt. Der Hashtag #sniffle (englisch für schniefen) etablierte sich ebenso schnell wie eigene Accounts und Videos, bei denen alle Schniefer aneinander geschnitten wurden. 

Über die Gründe für Trumps laufende Nase wurde ebenfalls wild spekuliert. Eine simple Erkältung wäre dabei die einfachste Erklärung. Nervosität könnte ebenfalls ein Auslöser gewesen sein. Howard Dean, der ehemalige Gouverneur von Vermont und bekennender Unterstützer Clintons, äußerte eine ziemlich gewagte These - natürlich mit einem Augenzwinkern. Auf Twitter warf er die Frage in den Raum, ob Trump Kokain-Konsument sei. 

Clinton griff das Verhalten ihres Gegenübers während der Debatte nicht auf und ging auch im Anschluss nicht darauf ein. Trump äußerte sich zunächst ebenfalls nicht zu den Schniefern, schimpfte aber direkt nach der Debatte, sein Mikrofon sei kaputt gewesen. Am folgenden Morgen dementierte er dann in einem Telefoninterview, überhaupt geschnieft zu haben. Erneut monierte Trump, das Mirkofon sei schlecht gewesen, "aber vielleicht gut genug, um Atemgeräusche zu übertragen." Geschnieft habe er aber nicht, an einer Erkältung oder Allergie habe er ebenfalls nicht gelitten. 

Nun konnte sich Hillary Clinton einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen. "Wer sich über Probleme mit dem Mikrofon beschwert, hat wahrscheinlich keinen guten Abend", kommentierte sie trocken per Twitter.

Und so bleibt das Mysterium um Donald Trumps laufende Nase zunächst ungeklärt. Clinton und Trump werden sich jedenfalls in zwei weiteren TV-Debatten gegenüber stehen, ehe am 8. November gewählt wird. 

sr

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