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TV-Triell: Armin Laschet gerät just bei Parade-Disziplin der Union ins Schwimmen

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Von: Josef Forster

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Armin Laschet beim TV-Triell
Armin Laschet (CDU) musste sich beim TV-Triell Vorwürfen erwehren. © Michael Kappeler/dpa

Armin Laschet (CDU) ging als Kanzlerkandidat der Union in das erste TV-Triell. Gegen Annalena Baerbock und Olaf Scholz musste er sich beweisen - und offenbarte eine Wissenslücke.

München - Knapp zwei Stunden beharkten sich Armin Laschet* (CDU), Annalena Baerbock (Grüne) und Olaf Scholz (SPD) im ersten TV-Triell*. Und doch war es nur eine kurze Aussage, die vielen Zuschauern im Gedächtnis bleiben dürfte. „Da haben Sie sich jetzt verheddert, das können Sie gerne zugeben“, riet Olaf Scholz dem Unions-Kanzlerkandidaten Armin Laschet. Ausgerechnet beim Themenkomplex innere Sicherheit offenbarte der CDU-Politiker eine Wissenslücke, auf die sich Olaf Scholz stürzte.

TV-Triell: Armin Laschet ist beim Thema Vorratsdatenspeicherung nicht sattelfest

Etwas mehr als eine Stunde diskutierten die Kanzlerkandidaten, ehe die Moderatoren Peter Kloeppel und Pinar Atalay das Gespräch auf das Thema Sicherheit lenkten. Moderator Peter Kloeppel zeigte in dem von RTL und ntv übertragenen Dreikampf dazu eine aktuelle Forsa-Umfrage, wonach 50 Prozent der Frauen sich an Bahnhöfen und Haltestellen am unsichersten fühlten. In diesem Zusammenhang forderte Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet eine breitere Videoüberwachung an Kriminalitätsschwerpunkten.

Doch auch im Kampf gegen Verbrechen im Netz forderte der CDU-Politiker Mittel zur Bekämpfung, etwa bei Kinderpornografie. Laschet brachte eine Vorratsdatenspeicherung ins Gespräch; Scholz konterte umgehend. Die Vorratsdatenspeicherung sei beschlossen, kontert Scholz kühl. Nur ein Gerichtsverfahren verhindere die sofortige Umsetzung.

TV-Triell: „Da haben Sie sich jetzt verheddert“ - Scholz brüskiert Laschet

„Da haben Sie sich jetzt verheddert, das können Sie gerne zugeben“, riet er Laschet. Auch im Netz sorgte Laschets Forderung nach einer Vorratsdatenspeicherung für Verwunderung. SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach* nannte den Vorstoß des CDU-Politikers auf Twitter „erstaunlich“. Das Thema innere Sicherheit sei einmal ein „Schwerpunkt der Union“ gewesen, führte Lauterbach aus. Annalena Baerbock verwies in dem Themenblock auf die angehäuften Überstunden von Polizisten und forderte die Bereitstellung von Mitteln für Justiz und Polizei. (jjf) Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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