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Horror-Bilder erreichen Deutschland auch am Donnerstag aus der Ukraine.

Schreckens-Bilder auf Twitter

Reporter-Horror am Maidan-Platz

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Kiew - Schreckens-Nachrichten von blutüberströmten Schwerverletzten, Leichen und Scharfschützen: Einige deutsche Journalisten gehen ein hohes Risiko ein - und berichten live per Twitter aus Kiew. 

Trotz vereinbarter Waffenruhe geht die Gewalt in Kiew weiter. Horror-Bilder aus der Ukraine erreichen auch am Donnerstag die Öffentlichkeit. Mindestens 25 Menschen sollen bei neuen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in Kiew getötet worden sein. Mindestens 28 Menschen sind in den Vortagen schon ums Leben gekommen, darunter auch ein prominenter ukrainischer Journalist.

Reporter setzen sich in Kiew derzeit hohen Gefahren aus. Um als Augenzeugen von den Ereignissen berichten zu können, haben sich einige deutsche Journalisten trotzdem nach Kiew gewagt. Unter dem Hashtag #euromaidan, dem Stichwort für die Proteste in der Ukraine, berichten sie von ihren persönlichen Eindrücken.

Fassungslos schreiben sie von der wieder ausgebrochenen Gewalt. Posten Bilder von blutüberstromten Menschen, die in Trümmern wiederbelebt werden. Von Leichen, die abtransportiert werden. Und versuchen, die schrecklichen Bilder von Schusswechseln zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in Worte zu fassen.

Einen richtigen Waffenstillstand kann etwa Steffen Dobbert von Zeit-Online schon am Donnerstag-Morgen nicht erkennen.

Dunkle Rauchwolken steigen in dem Video, das er postet, in den Himmel.

Wenig später werden schon die ersten Verletzten vom Maidan-Platz getragen. "Scheiß, Scheiß, Scheiß. Die versuchen hier in Trümmern einen wiederzubeleben. Kann davon kein Bild machen", twittert Dobbert. Danach schreibt er:

Helfer tragen immer mehr Schwerverletzte auf Holzbrettern weg, Mediziner eilen zur Hilfe.

Ähnliche Bilder des Schreckens beschreibt auch Dirk Emmerich von RTL und n-tv in seinen Tweets. Der Reporter veröffentlicht ein Foto von einem Priester, der einem toten Demonstranten die letzte Ehre erweist.

Emmerich berichtet von Parolen, den Maidan nicht zu verlassen.

Einen Blick auf die politische Entwicklung des Konflikts wirft Paul Ronzheimer von der Bild-Zeitung, der ebenfalls vor Ort in Kiew ist.

Ob die Gewalt am Maidan endlich gestoppt wird? Ronzheimers Journalisten-Kollege Dobbert hat derweil die Position gewechselt - und berichtet von Scharfschützen und abgeschossenen Demonstranten. 

Dobbert schreibt, er selbst habe sich aus dem Hotel in Sicherheit gebracht. Nun sieht er, wie Verletze und "wohl Tote" vor dem Hotel weggetragen werden. Sein Twitter-Fazit: Ein "#scheußlicher Tag in #Kiew".

wei

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