Bei Twitter

Hochstapler gibt sich als Staatskanzlei aus

München - Ein Unbekannter hat bei Twitter unter falscher Flagge vermeintliche „Nachrichten, aktuelle Meldungen und Informationen aus der Bayerischen Staatskanzlei“ verbreitet.

Eine Woche lang ist es einem Unbekannten gelungen, unter der Flagge „Bayerische Staatskanzlei“ vermeintliche „Nachrichten, aktuelle Meldungen und Informationen“ aus dem Sitz von Ministerpräsident Horst Seehofer per Kurznachrichtendienst Twitter zu verbreiten. Nun hat die Regierung dem Hochstapler der Internetkommunikation quasi die Leitung abgedreht, indem sie die Sperrung beantragte. Der Nutzername @STK_Bayern ist mittlerweile nicht mehr erreichbar. Immerhin hatte die mysteriöse Person es geschafft, rund 100 „Follower“ zu re-krutieren. Nach Aussage eines Staatskanzleisprechers wurde nur auf offizielle Staatskanzlei-Seiten verwiesen: „Es wurde kein Schindluder getrieben“, so ein Sprecher zur tz. Die Betreuer des Twitter-Accounts der Landesregierung Baden-Württemberg fielen übrigens auch auf den Unbekannten herein. Gleich am ersten Tag zwitscherte es aus Stuttgart: „Wir heißen die Kolleginnen und Kollegen der bayerischen Staatskanzlei @STK_Bayern auf Twitter willkommen!“

tz

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Schicksalstag für den Friedensprozess in Kolumbien
Erstmals seit langem steht Kolumbien vor einer echten Richtungsentscheidung: Die Kandidaten aus dem rechten und linken Lager haben grundverschiedene Zukunftsvisionen. …
Schicksalstag für den Friedensprozess in Kolumbien
Engste CDU-Spitze kommt zu Asyl-Krisentreffen nach Berlin
Erst Fußball gucken und dann der unangenehmere Teil: nämlich Beratungen über den Asylstreit mit der Schwesterpartei CSU. Angela Merkel hat die engste Führungsspitze der …
Engste CDU-Spitze kommt zu Asyl-Krisentreffen nach Berlin
Taliban zerschlagen Hoffnungen auf längere Waffenruhe in Afghanistan
Die historische Waffenruhe in Afghanistan ist voraussichtlich nicht von Dauer. Ein Taliban-Sprecher erteilte am Sonntag der von der Regierung angebotenen Verlängerung …
Taliban zerschlagen Hoffnungen auf längere Waffenruhe in Afghanistan
54 Tote bei IS-Anschlägen auf Friedenstreffen in Afghanistan
Nach Monaten blutiger Kämpfe halten Taliban und Regierung sich drei Tage lang an eine Feuerpause. Landesweit gibt es fast surreale Szenen der Verbrüderung. Eine …
54 Tote bei IS-Anschlägen auf Friedenstreffen in Afghanistan

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.