Im vergangenen Jahr waren so viele Jugendliche wie nie zuvor betrunken ins Krankenhaus eingeliefert worden.
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Im vergangenen Jahr waren so viele Jugendliche wie nie zuvor betrunken ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Drogenbericht der Bundesregierung

Koma-Saufen bleibt besorgniserregend

Berlin - Koma-Saufen gehört trotz aller Warnungen vor den Risiken bei vielen Jugendlichen in Deutschland weiterhin zum Alltag.

Mehr als 20 Prozent der Minderjährigen seien im vergangenen Jahr mindestens einmal pro Monat betrunken gewesen, sagte die Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing (SPD) bei der Vorstellung des neuen Drogenberichts am Montag in Berlin.

Mehr als 23 000 Kinder wurden teils bewusstlos betrunken ins Krankenhaus gebracht - so viele wie nie zuvor. Bätzing warf dem Koalitionspartner Union vor, aus Wahlkampf- Gründen ein nationales Aktionsprogramm gegen den Alkoholmissbrauch zu blockieren.

Rücksicht vor Wirtschaftsinteressen dürfe den Jugendschutz nicht überlagern. Unter dem Strich sei bei Alkohol, Tabak und Cannabis das Ziel erreicht worden, die Konsum-Quoten bei Jugendlichen teils deutlich zu senken. So hätten 2001 noch 28 Prozent der Minderjährigen geraucht - 2008 seien es nur noch 15,4 Prozent gewesen.

Beim Alkohol sank der Wert von 21,2 auf 17,4 Prozent. Zu Cannabis griffen noch 2,3 Prozent der Jugendlichen.

dpa

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