Mahmoud Al-Khatib

Kandidatur für Landtag zurückgezogen

Udes Integrationsberater wirft hin

München – Rückschlag für den Wahlkampf der Bayern-SPD: Mahmoud Al-Khatib, Integrationsberater von Spitzenkandidat Christian Ude, zieht völlig überraschend seine Kandidatur für den Landtag zurück.

 „Ich kann aus familiären und beruflichen Gründen meine Kandidatur leider nicht aufrechterhalten“, teilte Al-Khatib am Sonntag schriftlich mit. Er gebe auch seine Funktion im Beraterteam auf. Seine Stimme sei Ude jedoch sicher. Der Münchner Oberbürgermeister erklärte: „Sein Engagement, sein großer Sachverstand im Sozial- und Wirtschaftsbereich und seine Expertise in der Integrationspolitik werden uns fehlen.“

Über Hintergründe war am Sonntag wenig zu erfahren, Al- Khatib ließ Anfragen unbeantwortet. Die Parteispitze reagierte überrascht: Noch am Freitagabend war Al-Khatib beim Treffen des oberbayerischen Bezirksvorstands aufgetreten. In der ersten Version der Landesliste, die nächsten Sonntag verabschiedet werden soll, war dem Integrationbeauftragten ein sehr guter 11. Platz eingeräumt worden.

Al-Khatib galt schon wegen seines Lebenslaufes als Trumpfkarte der SPD: Als Kind hatte er acht Jahre in einer Asylbewerberunterkunft verbracht, später studierte er Jura. Der 38-Jährige sollte im Stimmkreis Neuburg-Schrobenhausen direkt gegen Horst Seehofer antreten.

mik

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