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Die Krise in Venezuela spitzt sich weiter zu. Bei Protesten sollen tausende Menschen verhaftet worden sein. 

Verletzte und Tote

Proteste in Venezuela: Über 2800 Festnahmen

Venezuela wird weiter durch Unruhen erschüttert - laut Generalstaatsanwaltschaft sollen bei den Protesten tausende Menschen verhaftet worden und über 50 Menschen ums Leben gekommen sein. 

Caracas - Bei den seit Wochen andauernden Protesten gegen die Regierung in Venezuela sind nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten 2815 Menschen festgenommen worden. 1240 seien immer noch in Gewahrsam, teilte die Nichtregierungsorganisation Foro Penal Venezolano am Donnerstag mit. 341 Demonstranten wurden demnach vor Militärgerichte gestellt, 178 von ihnen sind in Haft.

Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft kamen bei den Auseinandersetzungen zwischen staatlichen Sicherheitskräften, Oppositionellen und Regierungsanhängern seit Anfang April 55 Menschen ums Leben. Über 1000 Menschen wurden verletzt.

Die Opposition wirft Präsident Nicólas Maduro vor, die Demokratie in dem südamerikanischen Land auszuhöhlen. Der sozialistische Staatschef hingegen wittert Umsturzpläne von Regierungsgegnern und ausländischen Regierungen. Aufgrund des niedrigen Ölpreises und Misswirtschaft leidet Venezuela zudem unter einer schweren Wirtschaftskrise.

dpa

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