+
Bei der Flutkatastrophe im südindischen Chennai waren in den vergangenen Wochen mindestens 325 Menschen gestorben. Foto: Babu

Überflutungen in Chennai: Indien beschuldigt Industrieländer

Neu Delhi (dpa) - Indiens Umweltminister Prakash Javadekar macht die Industrieländer für die verheerenden Überschwemmungen im südindischen Chennai verantwortlich. Bei der Flutkatastrophe in Indiens viertgrößter Stadt waren in den vergangenen Wochen mindestens 325 Menschen gestorben.

"Was in Chennai geschieht, ist das Ergebnis dessen, was seit 150 Jahren in der entwickelten Welt passiert ist. Dies hat den Temperaturanstieg von 0,8 Grad verursacht", sagte Javadekar der indischen Zeitung "The Hindu". Am gleichen Tag wollte Javadekar wieder zur laufenden Klimakonferenz in Paris fliegen, und dort bis zum Ende in etwa einer Woche bleiben.

Derzeit versuchen Delegierte aus aller Welt, sich in Paris auf einen Weltklimavertrag zu verständigen. Die Verhandlungen gestalten sich zäh. Viele Entwicklungs- und Schwellenländer wollen sich beim Klimaschutz beteiligen, machen aber klar, dass sie dafür finanzielle Hilfe der Entwicklungsländer brauchen. Die Milliarden sollen sowohl in die Förderung erneuerbarer Energien als auch Anpassung an die Folgen des Klimawandels fließen. Indien gehört zu den Ländern, die am meisten durch die sich verstärkenden Wirbelstürme, Dürren und Fluten getroffen wird.

Artikel im "The Hindu"

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Erdogan-Herausforderer Ince verspricht Erneuerung der Türkei
Mit großer Spannung werden die Wahlen in der Türkei erwartet: Kann sich Präsident Erdogan in der ersten Wahlrunde durchsetzen? Der wichtigste Oppositionskandidat, …
Erdogan-Herausforderer Ince verspricht Erneuerung der Türkei
Asyl-Streit: Schäuble warnt Seehofer - Bei Alleingang müsste Merkel durchgreifen 
Die Asyl-Krise zwischen Angela Merkel und Horst Seehofer spitzt sich zu. Am Sonntag sollen bei einem Mini-Gipfel in Brüssel Lösungen gefunden werden. Alle Entwicklungen …
Asyl-Streit: Schäuble warnt Seehofer - Bei Alleingang müsste Merkel durchgreifen 
Rechtsnationales AfD-Treffen in Sachsen-Anhalt
Zu einem abgeschotteten Treffen des rechtsnationalen AfD-"Flügels" kommen laut Polizei rund 1000 Teilnehmer nach Burgscheidungen. Der kleine Ort im Süden Sachsen-Anhalts …
Rechtsnationales AfD-Treffen in Sachsen-Anhalt
Ein Monat DSGVO: Neue Regeln überlasten Datenschutz-Behörden
Die neue Datenschutz-Grundverordnung ist seit einem Monat in Kraft. Doch unter Verbrauchern und Unternehmen herrscht weiter Unsicherheit. Die Behördenmitarbeiter fühlen …
Ein Monat DSGVO: Neue Regeln überlasten Datenschutz-Behörden

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.