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Er soll neuer SPD-Generalsekretär werden: Lars Klingbeil bei einer Rede im Bundestag

SPD-Frauen angefressen

Überraschung: Digitalexperte Klingbeil soll SPD-Generalsekretär werden

Stühlerücken in Berlin: Hubertus Heil hört als SPD-Generalsekretär auf. Als designierten Nachfolger zaubert Martin Schulz offenbar einen Nobody aus dem Hut.

Berlin - SPD-Parteichef Martin Schulz will den niedersächsischen Bundestagsabgeordneten Lars Klingbeil nach Medienberichten als seinen neuen Generalsekretär vorschlagen. Dies erfuhr das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Donnerstag aus Parteikreisen. Auch Spiegel Online und die Berliner B.Z. berichteten darüber. 

Beim SPD-Parteitag im Dezember soll der 39-Jährige gewählt werden. Klingbeil soll damit auf Hubertus Heil folgen, der seinen Abschied von dem Posten angekündigt hat. Ein SPD-Sprecher sagte, Schulz werde zu gegebener Zeit den Parteigremien einen Vorschlag machen.

Lars Klingbeil gilt als eine Nachwuchshoffnung der Sozialdemokraten. Bei der Bundestagswahl gelang es dem 39-jährigen, seinen Wahlkreis im niedersächsischen Rotenburg (Wümme) gegen den Trend der CDU abzunehmen. Zuvor war er dort zweimal als Direktkandidat unterlegen. Dem Bundestag gehört Klingbeil schon seit 2009 an. Seine inhaltlichen Schwerpunkte sind dort die Verteidigungs- und die Digitalpolitik. Beim ersten Thema ist dem Sohn eines Berufssoldaten die Modernisierung der teils maroden Standorte ein besonderes Anliegen.

Kritik von den SPD-Frauen

Die Frauen in der SPD kritisierten die geplante Nominierung Klingbeils allerdings umgehend. „Eine Generalsekretärin wäre das richtige Signal“, sagte die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF), Elke Ferner, der Deutschen Presse-Agentur. 

Die Frauen seien davon ausgegangen, dass die Ämter in Partei- und Fraktionsspitze beim Neuanfang nach der Bundestagswahl paritätisch besetzt würden. „Wieder ein Mann, das ist definitiv zu viel“, sagte Ferner.

Von 2009 bis Juni 2017 war der Posten in weiblicher Hand gewesen: Nacheinander hatten Andrea Nahles, Yasmin Fahimi und Katarina Barley als Generelsekretärinnen amtiert.

dpa/AFP/fn

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