Abzug bis Jahresende

Überraschungsbesuch: Obama in Afghanistan

Washington - In einer Nacht und Nebelaktion ist US-Präsident Barack Obama nach Afghanistan geflogen um dort die Soldaten zu unterstützen.

US-Präsident Barack Obama ist überraschend zu einem Besuch in Afghanistan eingetroffen. Er war heimlich in der Nacht zum Samstag gestartet und landete am Sonntag in der Dunkelheit auf dem Stützpunkt Bagram. Dort wollte er noch am Abend vor US-Truppen sprechen und verwundete Soldaten in einem Krankenhaus besuchen. Außerdem waren Gespräche mit Kommandeuren geplant.

In Afghanistan sind zurzeit noch etwa 32 000 Amerikaner stationiert. Obama will bis zum Jahresende alle Truppen aua dem Land abziehen - bis auf ein Restkontingent, das bei der Ausbildung der afghanischen Streitkräfte und beim Antiterrorkampf helfen soll. Präsident Hamid Karsai hat aber bisher ein entsprechendes Sicherheitsabkommen nicht unterzeichnet. Er will das seinem Nachfolger überlassen. Im Juni finden in Afghanistan Präsidentenwahlen statt. Karsai kann sich nicht ein weiteres Mal zur Wahl stellen.

Im Mittelpunkt des Obama-Besuches in Bagram stand aber die Unterstützung für die eigenen Soldaten. In den USA wird am Montag der Memorial Day begangen: Die Amerikaner gedenken der Männer und Frauen in Uniform, die im Dienst an der Nation ums Leben gekommen sind. Mit seiner Visite wolle der Präsident die Verdienste der Truppen in Afghanistan unterstreichen, verlautete aus dem Weißen Haus.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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