„Wir nennen sie UAPs“

Obamas Ufo-Äußerungen: Ex-Pentagon-Mitarbeiter räumt offene Frage ein - Navy-Pilot lässt aufhorchen

  • Luisa Billmayer
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Ex-Präsident Obama bestätigte im Fernsehen, dass das aufgetauchte Ufo-Material echt ist. Jetzt äußerte sich auch ein ehemaliger Navy-Pilot, der die Flugobjekte gesehen hat.

Update vom 21. Mai, 14.45 Uhr: Barack Obamas Aussagen über mutmaßliche Ufos in einer TV-Show sorgten weltweit für Aufsehen. Ein Interview in der CBS-Sendung „60 Minuten“ lieferte nun weitere Überraschungen. Der ehemalige Chef des geheimen UFO-Untersuchungsprogramms „AATIP“ des Pentagons, Luis Elizondo, erklärte, die amerikanische Regierung habe bereits zugeben, dass sie nicht weiß, „was in aller Welt“ das auf dem aufgetauchten Filmmaterial sei. Die damalige Mission von „AATIP“ war, Informationen über anomale Luftfahrzeuge zu sammeln und zu analysieren. „Wir nennen sie UAPs“, so Elizondo. „Umgangssprachlich würde man wohl UFOs sagen“.

Der ehemalige Navy-Pilot Ryan Graves berichtete in der Show, er und seine Kollegen hätten solche Flugobjekte in den letzten Jahren fast täglich gesehen. Alle unbekannten Flugobjekte nannte er ein Sicherheitsrisiko. Er spekulierte, dass die Flugobjekte eines von drei Dingen seien: Entweder geheime US-Technologie, Spionage-Flugobjekte von politischen Gegnern oder etwas Außerirdisches.

Ex-Pilot Ryan Graves sieht die unbekannten Flugobjekte als hohes Sicherheitsrisiko.

Am wahrscheinlichsten sei, dass es sich um ein Überwachungsprogramm handele, so der Pilot. Bei der Frage des Moderators, ob es sich um russische oder chinesische Flugobjekte handeln könnte, sagte Graves: „Ja, wieso nicht“. Er mache sich auf jeden Fall Sorgen - die Frage, ob da draußen jemand ist, der Beobachtungen anstellt, werde einfach ignoriert.

Videomaterial von unbekanntem Flugobjekt: Obama bestätigt UFO-Sichtungen im TV

Erstmeldung vom 19. Mai:

Washington ‒ Der ehemalige US-Präsident Barack Obama* hat über vermeintliche Ufo-Aufnahmen als echt bezeichnet. Es geht um Video-Aufnahmen eines unbekannten Flugobjekts, die das US-amerikanische Militär auf Puerto Rico, einer Insel in der Karibik, gemacht hat. Als die Frage aufkommt, was er über Ufos wisse, beginnt Obama scherzhaft: „Wenn es um Aliens geht, gibt es Dinge, die ich euch nicht im Fernsehen verraten kann.“

Barack Obama plaudert über Ufo-Sichtungen: „Wir können nicht erklären, wie sie sich bewegen“

Aber der Ex-Präsident gab zu, dass auch er großes Interesse an außerirdischen Lebensformen hat. „Als ich ins Amt kam, habe ich gefragt: ‚Gibt es irgendwo ein Labor, wo Informationen über Aliens gesammelt werde?‘“ Seine Mitarbeitenden hätten recherchiert, aber nichts gefunden - im Studio der „The Late Late Show with James Corden“, in der Obama zu Gast war, waren daraufhin Lachen zu vernehmen.

Barack Obama hat bei James Cordon über Ufo-Sichtungen gesprochen.

„Aber was wirklich wahr ist, und jetzt im Ernst, es gibt Filmmaterial und Aufnahmen von Objekten im Himmel, wovon wir nicht exakt wissen, was sie sind. Wir können nicht erklären, wie sie sich bewegen“, erklärte Obama. Daher gebe es Menschen, die sich ernsthaft mit diesen Objekten beschäftigen und versuchen aufzuklären, was dahinter steckt. „Aber heute habe nichts, was ich euch dazu mitteilen kann“, stellte Obama klar.

Barack Obama spricht bei James Corden über Ufo-Sichtungen

Der Mythos, dass Aliens mit Ufos die Erde erkunden oder sogar auf unserem Planeten landen, ist nicht eine beliebte Science-Fiction-Geschichte. Auch viele Amateur- und professionelle Aufnahmen des Militärs lassen immer mal wieder vermuten, dass ein Ufo gesichtet wurde. Dabei hat ein Ufo an sich nichts mit außerirdischen Mächten zu tun. Zunächst bezeichnet es ein Unbekanntes Flugobjekt.

Doch besonders brisant wurde die Ufo-These im letzten Jahr. Das Pentagon, das Verteidigungsministerium der USA, hat im Frühjahr 2020 Video-Aufnahmen von bislang nicht identifizierbaren Flugobjekten veröffentlicht. Im Juni will das Pentagon einen Bericht über unerklärte Phänomene veröffentlichen.

Barack Obamas Frau Michelle, die selbst auch schon Gast bei James Cordon war, erregte zuletzt durch eine strenge Forderung Aufmerksamkeit. Die ehemalige First Lady gab bekannt, dass nur Personen, die gegen das Coronavirus geimpft sind, mit ihrer Familie Zeit verbringen dürfe. (lb) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Screenshot CBS „60 minutes“

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