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Ukrainischer Geheimdienstchef: „Putin hat Krebs“ – Kreml-Chef wird aber wohl noch lange leben

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Von: Max Müller

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Einem ehemaligen Geheimdienstchef zufolge dürfte Wladimir Putin bald nicht mehr am Leben sein. (Archivfoto)
Gerüchte um eine Krebserkrankung von Wladimir Putin werden von der Ukraine nochmals angekurbelt. (Archivfoto) © Sergey Guneev/Imago

Russlands Präsident Wladimir Putin leide an Krebs, sagt der Chef des ukrainischen Geheimdienstes. Doch woran genau? Darüber wird schon länger spekuliert.

Moskau – Wie geht es dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gesundheitlich? Diese Frage beschäftigt viele politische Beobachter. Eine richtige Antwort gibt es bisher nicht. Denn die Krankenakte des 69-Jährigen wird natürlich streng geheim behandelt. Spekuliert wird aber trotzdem. Dabei ist es nicht immer einfach, Gerüchte und bewusste Falschmeldungen von seriösen Aussagen zu trennen.

Am Dienstag (24. Mai) äußerte sich der Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes, Kyrylo Budanow, und heizte damit die Diskussion weiter an. Es ist nicht das erste Mal, dass er sich zum Gesundheitszustand des russischen Regierungschefs einlässt. Der Generalmajor ist davon überzeugt, dass Putin an Krebs leidet. Diese Überzeugung brachte er nun erneut zum Ausdruck, wie die ukrainische Zeitung Ukrainska Pravda unter Berufung auf Budanow berichtete.

Ukraine-Krieg: Putin habe „noch mindestens ein paar Jahre vor sich“

„Er hat mehrere schwere Krankheiten, eine davon ist Krebs“, sagte Budanow demnach. „Aber es lohnt sich nicht zu hoffen, dass Putin morgen stirbt“, betonte er zugleich. Er habe noch mindestens ein paar Jahre vor sich. Auch den emotionalen und psychischen Zustand Putins kommentierte Budanow. Nach seiner Darstellung sei Putin verwirrt. Demnach zeige die Tatsache, dass er geglaubt habe, innerhalb von wenigen Tagen Kiew zu erobern, wie weit entfernt von der Realität der russische Präsident lebt. Nur so habe er auch die Wirkungsmacht der russischen Armee überschätzen können – und die Ukraine unterschätzt.

In einem ähnlichen Zusammenhang verwies Udo Lielischkies, der viele Jahre als ARD-Journalist aus Moskau über Putin berichtet hat, jüngst auf einen Text von Fiona Hill. Sie war die Russlandberaterin mehrerer US-Regierungen und „eine exzellente Kennerin Putins“. Hill habe sich intensiv mit der körperllichen Gesundheit Putins auseinandergesetzt. Laut ihrer Darstellung sei Putin vereinsamt, hypochondrisch und nehme Steroide gegen Schmerzen zu sich. „Was in der Tat nicht zu übersehen ist: Sein Gesicht wirkt sporadisch aufgedunsen“, sagte Lielischkies. Die Krebsgerüchte und Mutmaßungen zu seinem Gesundheitszustand gebe es allerdings schon seit 20 Jahren.

Blut- oder Schilddrüsenkrebs? Viele Gerüchte zum Gesundheitszustand Putins

Seit dem Beginn des Ukraine-Konflikts haben die Spekulationen über Putins Gesundheitszustand noch einmal zugenommen. Das US-Magazin New Lines berichtete kürzlich über einen engen Vertrauten von Putin, der einem westlichen Geschäftspartner bestätigt haben soll, dass Putin schwer an Blutkrebs erkrankt sei. Ob das wirklich stimmt, darf bezweifelt werden.

Für Schlagzeilen sorgte Anfang April auch ein Bericht des russischen Recherchenetzwerkes „Proekt media“. Mit öffentlich einsehbaren Dokumente wollten die Investigativreporter nachweisen, dass Putin seit mindestens 2016 regelmäßig von mehreren Fachärzten umgeben ist. Am häufigsten werde er von einem Spezialisten für Schilddrüsenkrebs überprüft. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow dementierte die Behauptungen. (Max Müller)

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