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Witali Sacharschenko hat den prowestlichen Demonstranten mit einer gewaltsamen Auflösung der Proteste gedroht.

Neue Eskalation?

Ukraine: Innenminister droht Demonstranten

Kiew - Der ukrainische Innenminister Witali Sacharschenko hat den prowestlichen Demonstranten indirekt mit einer gewaltsamen Auflösung der Proteste gedroht.

Die Ereignisse in Kiew in den vergangenen Tagen hätten gezeigt, "dass unsere Versuche, den Konflikt friedlich und ohne den Einsatz von Gewalt zu lösen, zwecklos bleiben", erklärte Sacharschenko am Samstag. "Unsere Aufrufe sind nicht beachtet worden und der Waffenstillstand wurde gebrochen", fügte der Minister hinzu.

Sacharschenko warf den Demonstranten vor, in ihrem Protestlager im Stadtzentrum von Kiew Schusswaffen zu horten. Die proeuropäische Opposition habe radikale Demonstranten nicht mehr unter Kontrolle.

In der ukrainischen Hauptstadt war es in der Nacht zum Samstag erneut zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. In den vergangenen Tagen hatte es nach Angaben der proeuropäischen Opposition bei Auseinandersetzungen in Kiew fünf Tote und 1700 Verletzte gegeben.

Präsident Viktor Janukowitsch, gegen den sich die Proteste richten, versprach am Freitag zwar, Einschnitte in die Versammlungsfreiheit zurückzunehmen und die Regierung umzubilden. Die Opposition fordert aber seinen Rücktritt und vorgezogene Parlaments- und Präsidentschaftswahlen.

Bilder: Gewalt in Kiew eskaliert

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afp

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