+
Viktor Janukowitsch

Klitschko-Gespräch begonnen

Janukowitsch bietet Demonstranten Straffreiheit

Kiew - Der ukrainische Präsident Janukowitsch hat Straffreiheit für die festgenommenen proeuropäischen Demonstranten vorgeschlagen. Außerdem hat der Runde Tisch mit Vitali Klitschko begonnen.

"Leute, die festgenommen wurden, sollten freigelassen und dieser Konflikt beendet werden", sagte Janukowitsch laut seinem Büro vor Beginn von Verhandlungen mit der Opposition am Freitag. Auch wer bereits verurteilt sei, solle wieder freikommen, erklärte der Staatschef demnach weiter.

Zuvor hatten sich die drei wichtigsten Oppositionsführer des Landes bereit erklärt, doch an Gesprächen mit Janukowitsch teilzunehmen. Es handelt sich um den Boxweltmeister Vitali Klitschko von der Partei Udar (Schlag), Arseni Jazenjuk von der Vaterlandspartei der inhaftierten ehemaligen Regierungschefin Julia Timoschenko und Oleg Tiagnibok von der rechtsextremen Swoboda (Freiheitspartei).

Die Freilassung festgenommener Demonstranten ist eine der Hauptforderungen der Opposition. Außerdem verlangt sie die Bestrafung der Verantwortlichen für die gewaltsame Niederschlagung der Proterste durch die Polizei und den Rücktritt der Regierung, um die Ukraine wieder auf einen europafreundlicheren Kurs zu bringen.

Runder Tisch mit Klitschko begonnen

In der von Protesten erschütterten Ukraine hat am Freitag ein Runder Tisch mit dem Präsidenten und dem Oppositionspolitiker Vitali Klitschko begonnen. Die beiden Rivalen saßen sich bei dem im Internet übertragenen Krisengespräch direkt gegenüber.

Bilder der Demonstrationen in Kiew

Bilder der Demonstrationen in Kiew

AFP/dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Volksverhetzung? Ermittlungen gegen Dresdner AfD-Richter
Dresden - Wegen Äußerungen bei einer Veranstaltung der AfD-Jugend in der vergangenen Woche ermittelt die Staatsanwaltschaft Dresden gegen einen Richter am Landgericht. …
Volksverhetzung? Ermittlungen gegen Dresdner AfD-Richter
Kanzlerkandidat Schulz: Kampfansage gegen Populisten
Berlin - Alles neu bei der SPD: Der Europapolitiker Martin Schulz übernimmt von Parteichef Gabriel den Vorsitz und wird Kanzlerkandidat. Ob die Personalrochade die …
Kanzlerkandidat Schulz: Kampfansage gegen Populisten
Kommentar: Abgeschminkt
Bei all jenen, die bedauern, dass das Vereinigte Königreich die Europäische Union bald verlassen wird, weckt der Spruch der Obersten Richter in London eine gewisse …
Kommentar: Abgeschminkt
Kommentar: Schulz gegen Merkel
Sigmar Gabriel gibt auf. Seine Entscheidung,  den SPD-Vorsitz und die Kanzlerkandidatur seinem Parteifreund Martin Schulz zu überlassen, dürfte auch die Kanzlerin nervös …
Kommentar: Schulz gegen Merkel

Kommentare