1. Startseite
  2. Politik

Ukraine-Konflikt: Klitschko bereitet möglichen Notfall vor - „Bin bereit, für mein Mutterland zu kämpfen“

Erstellt:

Kommentare

Vitali Klitschko, Oberbürgermeister von Kiew, sieht in Russland eine Gefahr für die Ukraine.
Vitali Klitschko, Oberbürgermeister von Kiew, sieht in Russland eine Gefahr für die Ukraine. © Jan Woitas/dpa

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko warnt vor einem russischen Angriff auf die Ukraine. Der ehemalige Box-Weltmeister fordert Unterstützung durch die neue Bundesregierung.

Kiew - Vitali Klitschko, ehemaliger Box-Weltmeister und derzeitiger Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt Kiew, hat vor einer russischen Invasion gewarnt. „Wir bereiten uns in der ganzen Ukraine darauf vor, dass Russlands Präsident Wladimir Putin den Kriegsbefehl geben könnte“, erklärte Klitschko in einem Gastbeitrag in der Bild-Zeitung. „Als Soldat habe ich einst geschworen, das Land zu verteidigen, und bin auch jetzt bereit, für mein Mutterland zu kämpfen.“

Er organisiere als Bürgermeister den Zivilschutz der Hauptstadt. Seine Behörden hätten bereits die Rekrutierung und Ausbildung von Reservisten der Territorialen Verteidigungsbrigade intensiviert. „Wir bereiten uns auf einen möglichen Notfall vor“, schrieb Klitschko.

Klitschko fordert Unterstützung von Bundesregierung: „Hilfe für unser Land war noch nie so wichtig“

Angesichts der Sorgen vor einem russischen Angriff verlangte Klitschko Unterstützung von der neuen Bundesregierung. Die Ukraine benötige dringend internationale Unterstützung und militärische Hilfe, schrieb Kiews Bürgermeister in seinem Beitrag. „Die neue Bundesregierung muss verstehen, dass Hilfe für unser Land noch nie so wichtig war.“ Die Lage sei „sehr, sehr ernst“.

Nach Erkenntnissen der Nato hat Russland in Gebieten unweit der Ukraine zwischen 75.000 und 100.000 Soldaten zusammengezogen. Die Entwicklungen wecken Erinnerungen an 2014. Damals hatte sich Russland nach dem Umsturz in der Ukraine die Halbinsel Krim einverleibt und mit der noch immer andauernden Unterstützung von Separatisten in der Ostukraine begonnen. Moskau unterstützt in dem Konflikt die Separatisten, die in Luhansk und Donezk sogenannte Volksrepubliken ausgerufen haben. Mehr als 13.000 Menschen wurden bei den Kämpfen bereits getötet.

Video: G7 drohen Moskau mit „massiven Konsequenzen“ bei Ukraine-Einmarsch

Die aktuellen Entwicklungen nähren Befürchtungen im Westen, dass eine erneute Invasion der russischen Armee im Nachbarland bevorstehen könnte. Moskau bestreitet dies und wirft der Regierung in Kiew seinerseits Provokationen vor. (AFP/dpa/fmü)

Auch interessant

Kommentare