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„Putin, verpi** dich“: Fridays for Future demonstriert gegen Ukraine-Krieg - Neubauer geht Habeck an

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Von: Andreas Schmid

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„Putin, verpiss dich, wir sind da“, sagte Luisa Neubauer am Donnerstag. Die Klimaaktivistin lud zum Protest gegen den Ukraine-Krieg. Tausende kamen.

Hamburg - Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future macht den Donnerstag zum Protesttag. Am 3. März demonstrierten in ganz Deutschland Menschen gegen Russlands Angriff auf die Ukraine. Im „Friedensstreik“ stellten sich die überwiegend jungen Menschen gegen Russland-Präsident Wladimir Putin* und sein Handeln im Ukraine-Konflikt*.

Ukraine-Krieg: Fridays for Future protestiert gegen Russland - „Putin, verpiss dich“

Fridays for Future nutzte die Aufmerksamkeit auch, um auf Klimapolitik hinzuweisen. So kritisierte die deutsche Klimaaktivistin Luisa Neubauer die aktuelle Politik von Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne). Der Vizekanzler denkt darüber nach, die Laufzeiten einzelner Kohlekraftwerke zu verlängern*, um so weniger abhängig von russischem Gas zu sein. Neubauer sagte dahingehend dem WDR: „Wenn der politische Wille da ist, die Bundeswehr mit 100 Milliarden Euro aufzurüsten, wo ist der Wille, die Energiesysteme aufzurüsten?“ Alle Informationen zum Hintergrund der Ukraine-Krise*.

Am Donnerstagnachmittag stand Neubauer bei einer Demo in Hamburg auf der Bühne. In der Hansestadt versammelte sich eine große Menschenmenge auf dem Spielbudenplatz und der Reeperbahn. Der Frankfurter Rundschau* sagte Neubauer, man habe „entschieden, nicht stumm zu bleiben, sondern laut zu werden, Solidarität zu zeigen und für eine sichere Welt zu kämpfen, in der fossile Energien nicht weitere Kriege befeuern und finanzieren“.

„Hamburg ist heute zusammengekommen, um Solidarität zu zeigen“, sagte Neubauer in ihrer Rede vor Ort. „Nichts und niemand wird uns davon abhalten, jetzt aufzustehen, laut zu werden und solidarisch zu sein, so klar Haltung zu zeigen wie Autokraten es hassen: Putin verpiss dich, wir sind da.“ Nach Angaben der Organisatoren kamen in Hamburg 120.000 Menschen zusammen. Die Polizei hatte zunächst von 20.000 Teilnehmern berichtet. Für Schülerinnen und Schüler in Hamburg gab es schulfrei.

Viele tausend Demonstrierende gehen über die Willy-Brandt-Straße, eine Hauptverkehrsstraße Hamburgs. Die Organisation Fridays for Future geht an diesem Donnerstag weltweit auf die Straße, um ihre Solidarität mit der Ukraine zu bekunden .
Viele tausend Demonstrierende gehen über die Willy-Brandt-Straße, eine Hauptverkehrsstraße Hamburgs. Die Organisation Fridays for Future geht an diesem Donnerstag weltweit auf die Straße, um ihre Solidarität mit der Ukraine zu bekunden . © Daniel Reinhardt/dpa

Ukraine-Krieg: Weitere Demos in München, Köln und Frankfurt

Mehrere Tausend Schüler demonstrierten auch im Berliner Regierungsviertel gegen den Ukraine-Krieg. Sie versammelten sich mit Transparenten und Schildern vor dem Reichstagsgebäude. Auf diesen stand etwa „Jedes Leben zählt“ und „Stop War“ (Beendet den Krieg). Auch Putin wurde scharf kritisiert. Die Polizei schätzte die Teilnehmerzahl auf rund 5000, Fridays for Future sprach von 11.000.

Am späteren Donnerstagnachmittag sind nach Angaben von Fridays for Future weitere Demonstrationen geplant, unter anderem in München, Köln oder Frankfurt am Main. Neben Deutschland beteiligen sich auch „Fridays for Future“-Gruppierungen in anderen Ländern an dem Protest. Alle Informationen zum Ukraine-Konflikt finden Sie in unserem News-Ticker zu den Verhandlungen im Ukraine-Krieg sowie zur militärischen Lage im Ukraine-Krieg. (as) *Merkur.de und fr.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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