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Ukraine-Krieg: Zivilisten konfrontieren russische Besatzer: „Seid ihr nicht unsere Brüder?“

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In Videos lässt sich erahnen, wie es den von Russland besetzten Gebieten aussieht: Es gibt friedliche Proteste gegen die Besatzer, die unter die Haut gehen.

Kiew/München - Zwischen den Soldaten Russlands und der Ukraine toben im Ukraine-Konflikt Schlachten, es gibt weiterhin Angriffe, Explosionen, Tote und Verwundete - obwohl bereits Verhandlungen laufen. Doch wie verhält sich eigentlich die Zivilbevölkerung der Ukraine in den Städten und Gebieten? In zwei Videos lässt sich dies nun erahnen. Die Menschen in dem Land protestieren und stellen sich ihren Angreifern - sie konfrontieren Russlands Soldaten direkt.

In einem Video aus Berdjansk (ca. 115.000 Einwohner) am Asowschen Meer, das laut russischer Seite „vollständig unter Kontrolle“ gebracht wurde, sieht man, wie sich Dutzende Menschen auf einem großen Platz versammeln und die Truppen von Wladimir Putin direkt ansprechen. Sie fordern die Russen auf, nach Hause zu gehen. Ein Mann spricht einen Soldaten direkt an und fragt ihn, ob er ihn erschießen wolle. „Mach doch, ich bin unbewaffnet“, sagt er. Dann fragt er ihn: „Seit ihr nicht unsere Brüder?“ Auch ist zu sehen, wie die Menschenmenge vor den russischen Truppen die ukrainische Nationalhymne anstimmt.

Auch in der 158.000-Einwohner Stadt Melitopol, 60 Kilometer nördlich des Meeres konfrontierten ukrainische Zivilisten russische Militäreinheiten. Sie stellten sich demonstrativ vor einen Panzer und fingen an, mit den bloßen Händen gegen das Gefährt zu drücken. Dabei riefen sie „Besatzer, Besatzer“. Das Video wurde bereits über 1,1 Millionen Mal abgespielt (Stand: 1. März, 18.03 Uhr). (cg)

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