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Ukraine-Krieg: Live-Bilder zeigen, wie es aktuell in Kiew aussieht

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Russland hat den Ukraine-Konflikt eskalieren lassen. Nun prägen Explosionen, Angst und Hunger das Leben vieler Menschen in der Ukraine, insbesondere in Kiew. Livebilder aus der Hauptstadt.

Kiew - Am fünften Tag, nachdem der russische Machthaber Wladimir Putin* die Invasion in die Ukraine befohlen hat, spitzt sich die Versorgungslage zu. Die Supermärkte sind oft leer, der Gang dorthin ohnehin zu gefährlich. Aus mehreren Städten berichten Menschen am Montag (28. Februar) der Deutschen Presse-Agentur, dass es immer schwieriger werde, an Lebensmittel zu kommen. Laut einer Liste der Kiewer Stadtverwaltung von Montag sind auf dem ganzen Gebiet der 2,8-Millionen-Einwohner-Metropole lediglich noch 37 Apotheken geöffnet.

Aus mehreren Städten werden erneut schwere Gefechte und Explosionen* gemeldet - aus Charkiw Beschuss durch Mehrfachraketen auf Wohngebiete. Das nährt die Befürchtung, dass die russische Seite weiter eskalieren könnte. Aktuelle Karten und Visualisierungen zeigen die Auswirkungen der Invasion.*

Ukraine-Krieg: Ausgangssperre in Kiew nach Russland-Invasion aufgehoben - Stadtverwaltung warnt Bürger

Die Stadtverwaltung Kiews erklärt am Montagmorgen, die Menschen, die nun nach rund eineinhalb Tagen Ausgangssperre wieder auf die Straßen dürfen, sollten sich nicht wundern: Panzersperren, neue Befestigungen und andere Verteidigungsstrukturen seien in der Stadt aufgrund des Ukraine-Konflikts* installiert worden. Die Bürger der ukrainischen Hauptstadt werden allerdings dazu aufgerufen, nach Möglichkeit weiter zu Hause zu bleiben.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko erklärt in einer weiteren Videoansprache, die Sicherheitskräfte hätten mehrere Sabotagegruppen ausgeschaltet und gefangen genommen. Er warnt mit lauter Stimme auch mögliche Plünderer - diese würden nach dem Kriegsrecht ohne Vorwarnung „neutralisiert“. Der ukrainische Generalstab geht davon aus, dass Kiew weiter das Hauptziel des russischen Angriffs ist.

Ukraine-Konflikt: Live-Cam zeigt die aktuelle Lage in der Hauptstadt Kiew

Unbewaffnet gegen russische Panzer: Bürgermeister einer Kleinstadt wird im Ukraine-Krieg zum Helden

Zu einem Helden steigt unterdessen der Bürgermeister der Kleinstadt Dniprorudne auf, der mit mehreren unbewaffneten Bewohnern seiner Stadt russische Panzer dazu bringt, kehrt zu machen*. Und für viele überraschend tritt Olexander Ussyk, der ukrainische Boxweltmeister im Schwergewicht, ebenso dem Freiwilligenverband zur Gebietsverteidigung bei. Er stammt von der von Moskau annektierten Krim und hatte es vor dem Krieg immer vermieden, Russland zu kritisieren.

Solche Mutmacher bringen aber nur kurze Ablenkung. Tatjana Kolesnik, eine Künstlerin aus Charkiw erklärt gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, sie höre den ganzen Tag über Gefechte und Einschläge in der Stadt. Immer wieder werde auch der Luftschutzalarm ausgelöst. Dann liefen alle in den Gang, denn ihre alternde Mutter sei zu schwach, es so oft in den Keller und wieder hinauf zu schaffen. Der Sohn huste bereits.

Ukraine-Konflikt stellt Leben in Kiew auf den Kopf - die Gefahr ist real

Die Ehemänner von Kolesniks Freundinnen seien draußen und würden Abwehrgräben ausheben. Der Hunger sei noch nicht groß genug, den Vater bei den sich immer weiter verstärkenden Gefechtsgeräuschen hinauszuschicken, um etwas Essbares zu besorgen. Die Gefahr ist real: Mindestens elf Menschen wurden nach Angaben der lokalen Behörden am Montag in der Stadt durch den Beschuss mit Mehrfachraketenwerfern getötet.

Die Gespräche zwischen russischen und ukrainischen Delegierten* an der ukrainisch-belarussischen Grenze, sagt Kolesnik, verfolge sie sehr genau. Gerade eben habe sie erfahren, dass ihr Nachbarhaus getroffen worden sei. „Umso mehr warte ich auf Resultate dieser Gespräche.“ (dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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