Poroschenko in Berlin

Merkel: Nur „sehr überschaubare Fortschritte“ in Ukraine-Konflikt

Am Dienstagvormittag empfing Merkel den ukrainischen Präsidenten Poroschenko in Berlin. Unter anderem äußerten sich die Staatsoberhäupter zum Ukraine-Konflikt: Man könne noch nicht von positiven Fortschritten in der Friedensmission sprechen, hieß es von beiden Seiten.

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel und der ukrainische Präsident Petro Poroschenko haben mangelnde Fortschritte bei der Umsetzung des Minsker Friedensabkommens für die Ostukraine beklagt. Es sei festzustellen, dass „leider der Fortschritt sehr überschaubar ist, um es schon zu positiv zu sagen“, sagte Merkel (CDU) am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin.

Poroschenko gab den prorussischen Separatisten in der Ostukraine die Schuld dafür, dass der Waffenstillstand nicht eingehalten wird. Der ukrainische Präsident und Merkel betonten, dass sie sich weiter für eine UN-Friedensmission in der Krisenregion einsetzen wollten.

Mehr als 10 000 Menschen seit 2014 getötet

In dem jahrelangen Konflikt zwischen ukrainischen Regierungstruppen und von Moskau unterstützten Separatisten sind nach UN-Angaben mehr als 10 000 Menschen getötet worden. Die Umsetzung der 2015 unter deutscher und französischer Vermittlung getroffenen Friedensvereinbarungen kommt nicht voran. Um den Konflikt zu lösen, hoffen alle Seiten auf eine Blauhelmeinsatz der Vereinten Nationen. Die Vorstellungen Moskaus und Kiews dazu gehen aber weit auseinander.

Lesen Sie auch: Putin will die Krim "nie" an die Ukraine zurückgeben.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Kay Nietfeld

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