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Ramelow über Atomwaffen im Ukraine-Krieg: „Traue Putin zu, dass er sie einsetzt“

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Von: Linus Prien

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Bodo Ramelow, Ministerpräsident von Thüringen
Ministerpräsident Bodo Ramelow © IMAGO/Jacob Schröter

In einer Sendung äußert sich Bodo Ramelow, der Ministerpräsident von Thüringen, bezüglich Waffenlieferungen in die Ukraine. Zudem teilt er seine Sorgen bezüglich Wladimir Putin.

Erfurt - Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow traut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin den Einsatz von Atomwaffen zu. In der Sendung „#beisenherz“ bei ntv äußerte der Linkenpolitiker Sorgen bezüglich Deutschlands Rolle im eskalierenden Ukraine-Konflikt. Man solle nicht so weitreichend in den Ukraine-Krieg eingreifen, dass der russische Präsident Wladimir Putin Atomwaffen einsetzt. Zudem sprach sich Ramelow dafür aus, konsequenter das Vermögen der russischen Oligarchen zu beschlagnahmen.

Ukraine-Krieg: Ramelow kann „die Logik“ hinter Waffenexporten verstehen

Thüringens Ministerpräsident sagte in der Sendung, dass er die Logik, in einem Krieg mit Kriegsmaterial zu antworten, durchaus verstehen könne. Ramelow wandte jedoch ein: „Ich habe nur große Sorge, dass, wenn wir direkt in das Kriegsgeschehen hineingehen, dass wir viel mehr erleben werden, wie das, was wir jetzt erleben. Das bedeutet, dass ich Herrn Putin zutraue, dass er die Atomwaffen einsetzt.“ Ramelow forderte, die Sanktionen gegen Russland hart zu gestalten und vor allem die Oligarchen unter Druck zu setzen. „Ich bin dafür, dass man Russland wirklich das Geld abschneidet“.

Ukraine-Krieg: „Niemand in Russland denkt an den Einsatz von Atomwaffen“

Kremlsprecher Dmitri Peskow trat unlängst Spekulationen entgegen, der Kreml könne im Ukraine-Krieg Atomwaffen einsetzen: „Niemand in Russland denkt an den Einsatz oder auch nur an die Idee eines Einsatzes von Atomwaffen“, sagte er in einem Interview. Russland greife zum Atomwaffenarsenal nur bei einer „Bedrohung der Existenz“. Die staatliche Existenz und die Ereignisse in der Ukraine hätten „nichts miteinander zu tun“. Die Sorge im Westen über mögliche Atomwaffenpläne Moskaus war bereits gestiegen, als der russische Präsident Wladimir Putin zu Beginn des Angriffskrieges in der Ukraine eine erhöhte Alarmbereitschaft der russischen Nuklearstreitkräfte anordnete. (lp/dpa)

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