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Bundeswehr bekommt 100 Milliarden Euro extra: Was mit dem Geld jetzt passieren soll

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Von: Linus Prien

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Im Februar 2022 trat der Bundestag auf Verlangen von Olaf Scholz in einer Sondersitzung anlässlich des Ukraine-Kriegs zusammen. Dabei wurde über die zukünftige Verteidigungspolitik der Bundesrepublik gesprochen.

Berlin – Der Bundeskanzler kündigt 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr an. Des Weiteren wird Deutschland in Zukunft das „Zwei-Prozent-Ziel“ der Nato einhalten. Das bedeutet, dass von nun an zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigungsausgaben bestimmt sind. Olaf Scholz spricht von einer „Zeitenwende“ in der deutschen Verteidigungspolitik.

Von der Unionsfraktion wurde die Ankündigung des Bundeskanzlers gelobt, während manche Grüne, Linke und sogar Sozialdemokraten Kritik an Scholz und seinen Investitionsplänen geübt haben. Es wurde darauf verwiesen, dass das Geld anderweitig besser ausgegeben werden könnte. Doch wofür wird das Geld überhaupt ausgegeben?

Ukraine Krieg: Bundeswehr bekommt 100 Milliarden Euro extra

Als NATO-Mitglied verpflichtet sich Deutschland zu „nuklearen Teilhabe“. Das bedeutet, Deutschland lagert Atomwaffen anderer NATO-Mitgliedstaaten im eigenen Land und muss im Notfall auch dazu bereit sein, jene einzusetzen. Zwar besitzt Deutschland derzeitig Flugzeuge, welche die benötigten Kapazitäten vorweisen. Nach Informationen der Deutschen Welle kostet die Wartung dieser veralteten Maschinen jedoch mehrere 100 Millionen Euro jährlich. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge könnte Deutschland den US-Kampfjet F35 erwerben, um dieses Problem zu beheben.

Weiterentwicklung von Militärsystemen

„Das wichtigste europäische Verteidigungsvorhaben der kommenden Jahrzehnte“: So wird „FCAS“ (Future Combat Air System) vom Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie betitelt. Es handelt sich um eine Zusammenarbeit von Frankreich, Spanien und Deutschland, um ein Luftkampfsystem zu entwickeln. Nach Informationen von Business Insider könnte in das System investiert werden, welches es den Piloten von Kampfflugzeugen ermöglicht, unbenannte Waffensysteme zu verwenden. FCAS stellt die digitale Infrastruktur dar, welche ebenjene Verbindung zwischen Piloten und Kampfsystemen möglich macht.

Beschaffung von Euro- und Herondrohnen geplant

Beim Eurofighter handelt es sich um ein fortlaufendes Projekt mehrerer europäischer Staaten. Der Kampfjet wurde das erste Mal 2003 in Serie produziert und wird seitdem konstant modifiziert und verbessert. Mehreren Medienberichten nach soll dementsprechend Geld in die Weiterentwicklung des Eurofighters investiert werden.

Laut Informationen des Bundesministeriums der Verteidigung werden außerdem weitere Eurodrohnen und weitere Herondrohnen beschafft. Es handelt sich dabei um Überwachungs- und Aufklärungsdrohnen, die jedoch bewaffnet werden können. (lp)

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