1. Startseite
  2. Politik

Klitschko und Salenska: Das sind die Frauen, die jetzt so sehr um ihre Kriegshelden bangen

Erstellt:

Von: Max Partelly

Kommentare

Hinter Vitali Klitschko (l. im linken Bild) und Wolodymyr Selenskyj (l. im rechten Bild) stehen auch im Ukraine-Konflikt ihre Ehefrauen. (Archivbilder)
Hinter Vitali Klitschko (l. im linken Bild) und Wolodymyr Selenskyj (l. im rechten Bild) stehen auch im Ukraine-Konflikt ihre Ehefrauen. (Archivbilder) © picture alliance/dpa/Julian Stratenschulte/- (Montage)

Während Wolodymyr Selenskyj und Vitali Klitschko im Zentrum des Ukraine-Konflikts stehen, kämpfen auch die Frauen der beiden für die Freiheit.

Ukraine - Es herrscht Krieg. Der Ukraine-Konflikt ist eskaliert. Russland greift sein Nachbarland an und für Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, und Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kiew, bedeutet das Kampf. Kampf um ihr Land. Kampf darum, gehört zu werden - nicht unterzugehen.

Die Namen der beiden Politiker sind mittlerweile in aller Munde. Hinter Selenskyj und Klitschko stehen neben den Ukrainern aber auch ihre Ehefrauen, Natalia Klitschko und Olena Salenska.

Natalia Klitschko: Die Frau von Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko

Die 48-Jährige Natalia Klitschko heiratete 1996 Vitali Klitschko. Eigentlich ist sie Sängerin und laut ihrem Instagram-Profil Yoga-Lehrerin. Doch im Zuge des Kriegs in der Ukraine sieht sie ihre Pflicht wohl auch in der Unterstützung ihres Volks und ihres Mannes. Ihr Social-Media-Auftritt zeigt eine Frau, die stolz auf die Frauen ihres Landes ist. „Woman raise your voice“, heißt es in einem kürzlich veröffentlichten Beitrag - „Frau erhebe deine Stimme.“

Seit 26 Jahren an der Seite von Klitschko im Video

„Gehen Sie auf die Straße – erheben Sie Ihre Stimme! Stoppt den Tod“, schreibt sie an die Frauen der Ukraine. „Wir wollen keinen Krieg! Wir wollen nicht den Tod unserer Kinder, Ehemänner, Brüder, Väter! Steh auf für die Ukraine!“

2014 sang Natalia Klitschko noch die ukrainische Nationalhymne bei dem WM-Boxkampf ihres Schwagers Wladimir Klitschko. Am Dienstag (2. März) teilt sie ein Video des Auftritts und schreibt dazu: „Wer hätte gedacht, dass die Ukraine acht Jahre später vor Bombenanschlägen zittern und von Russland angegriffen werden würde.“ Ihre Familie sei im Epizentrum des Krieges, sie selbst ist mit ihren Kindern in Hamburg. „Ich bin unendlich stolz auf den Mut meines Volkes! Ich bin unendlich stolz auf den Mut unserer furchtlosen Soldaten, unserer Männer! Ich bin unendlich stolz und knie vor dem Mut unserer Mütter, unserer Frauen!“

Olena Selenska: Die First Lady der Ukraine

Seit 2019 ist sie die First Lady der Ukraine: Olena Selenska, seit 2003 mit Wolodimir Selenskyj verheiratet, wurde 2019 vom Focus in die Liste der 100 einflussreichsten Ukrainer aufgenommen. Als Politikerin sehe sie sich nicht. Gegenüber der Vogue gab sie an, sie sehe sich als „Vermittler zwischen Volk und Beamten, damit Letztere die Ersten hören“.

In einem Instagram-Beitrag wendet sich die ukrainische First Lady an ihr Volk. Bevor der Krieg begonnen hat, habe sie immer geschrieben, dass es laut Statistik in der Ukraine zwei Millionen Frauen mehr gibt als Männer. „Aber jetzt bekommt das eine ganz neue Bedeutung. Denn damit hat auch unsere aktuelle Opposition ein besonders weibliches Gesicht.“

Selenskyjs Frau mit Dank an „diejenigen, die in Luftschutzbunkern gebären“

Sie spricht ihre Bewunderung aus und schreibt, dass sie sich verbeugt. „Unglaubliche Landsleute! Diejenigen, die in den Reihen der Streitkräfte kämpfen, und diejenigen, die sich zur Verteidigung gemeldet haben. Diejenigen, die heilen, retten, ernähren.“ Die Rolle der Frauen im Krieg, den Russland seit dem 24. Februar in der Ukraine führt, hebt sie besonders hervor. Ihre Anerkennung gilt auch ihnen: „Diejenigen, die Kinder jeden Tag ohne Panik in Notunterkünfte bringen und sie mit Spielen und Zeichentrickfilmen unterhalten, um die Köpfe der Kinder vor dem Krieg zu retten. Diejenigen, die in Luftschutzbunkern gebären.“

Medienberichten zufolge hält sich Olena Selenska mit ihren Kindern nicht in Kiew auf. Sie sei in Sicherheit, habe aber die Ukraine nicht verlassen. (mda)

Auch interessant

Kommentare