1. Startseite
  2. Politik

Bäuerin schildert Erlebnisse aus ostukrainischem Dorf - sogar Friedhöfe sollen vermint worden sein

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Linus Prien

Kommentare

Das ostukrainische Dorf Mala-Rohan wurde von Putins Truppen ins Visier genommen. Unter anderem soll ein Friedhof von russischen Soldaten mit Minen versehen worden sein.

Mala-Rohan - Im ostukrainischen Dorf Mala-Rohan wird den ansässigen orthodoxen Christen eine Osterfest-Tradition verwehrt bleiben. Sie werden nicht ihren Friedhof besuchen können, um ihren verstorbenen Familienmitgliedern zu gedenken. Der Grund dafür ist, dass russische Soldaten den Friedhof vermint haben sollen. Die Bild-Zeitung berichtete von der Geschichte einer Bäuerin, die durch den Krieg große Teile ihrer Existenz verloren habe. Das Dorf im Osten der Ukraine wurde Opfer russischer Soldaten.

Ukraine-Krieg: Russische Truppen plündern humanitäre Spenden für Ukrainer

Im ostukrainischen Dorf Mala-Rohan bei Charkiw hat der eskalierte Ukraine-Konflikt bereits schwerwiegende Spuren hinterlassen. In der Bild-Zeitung schilderte die Bäuerin die Ereignisse in ihrem Dorf. Die Ukrainerin sprach von Plünderungen durch die russischen Invasoren: „Als die russischen Soldaten das Nachbardorf besetzten, kamen sie jeden Tag, raubten Milch, Eier und die Lebensmittelpakete, die von Hilfsorganisationen für die Dorfbewohner geschickt wurden.“ Am Geburtstag der Bäuerin verließen die russischen Einheiten demnach tatsächlich ihr Dorf.

Eine Ukrainerin in Mala-Rohan rettet ihr Hab und Gut nach russischen Angriffen.
Eine Ukrainerin in Mala-Rohan rettet ihr Hab und Gut nach russischen Angriffen (Symbolbild) © Celestino Arce/Imago

Ukraine-Krieg: Verminter Friedhof in einem ukrainischen Dorf

„Es war mein Geburtstag, wir waren so froh, dass die Kämpfe aufhörten“, schilderte die Bäuerin. Die russischen Truppen sollen daraufhin jedoch ihren Bauernhof befeuert haben. Sie trafen die Ställe der Landwirtin. Gegenüber der Bild sagte sie: „Viele Tiere waren zerfetzt, andere brannten. Sie schrien im Todeskampf, ich habe noch nie so lautes Schreien gehört.“ Obwohl man versucht habe, zu retten, was zu retten war, sollen nur 100 der 300 Schafe, Schweinen und Kälbern überlebt haben.

Für die orthodoxen Christen im Dorf beginnt am Sonntag das Osterfest. Traditionell gedenken sie zu diesem Anlass eigentlich ihren verstorbenen Familienmitgliedern: „Wir können nicht auf den Friedhof zu unseren verstorbenen Verwandten, wie es Tradition ist“, sagte die Landwirtin jedoch. Dies liege daran, dass der Friedhof im Dorf von russischen Soldaten vermint worden sei. Mehr zu den Geschehnissen im Ukraine-Krieg lesen Sie in unserem News-Ticker. (lp)

Auch interessant

Kommentare