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Hunderte Deutsche kämpfen freiwillig in der Ukraine - schon in den ersten Kriegstagen mehrere Meldungen

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Von: Cindy Boden

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Ein Freiwilliger aus Belarus erhält eine militärische Ausbildung in der Basis der belarussischen Kompanie in Kiew.
Ein Freiwilliger aus Belarus erhält eine militärische Ausbildung in der Basis der belarussischen Kompanie in Kiew. Hunderte von belarussischen Emigranten und Bürgern sind in der Ukraine eingetroffen, um die ukrainische Armee im Kampf gegen die russischen Invasoren zu unterstützen. © Efrem Lukatsky/dpa

Offenbar kämpfen Hunderte Deutsche freiwillig in der Ukraine. Ein Medienbericht beruft sich dabei auf ukrainische Regierungskreise.

Berlin/Kiew - Das Leid im eskalierten Ukraine-Konflikt* ist groß. Unzählige Menschen flüchten aus ihrer Heimat, suchen Schutz. Häufig müssen die Männer der Familien aber zurückbleiben, um ihr Land zu verteidigen. Die Hilfsbereitschaft aus anderen Ländern ist groß.

Die drei großen deutschen Hilfsbündnisse zum Beispiel haben seit Kriegsbeginn in der Ukraine laut einer Vorabmeldung vom 8. März der Wochenzeitung Die Zeit bereits Geldspenden in Höhe von 217 Millionen Euro erhalten. Die Zahl bezog sich auf Spenden für die führenden Zusammenschlüsse Aktion Deutschland Hilft, Bündnis Entwicklung Hilft und das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe.

Ukraine-Krieg: Hunderte Deutsche kämpfen wohl freiwillig

Doch manche wollen anders helfen: kämpfen. Hunderte Bundesbürger haben sich einem Medienbericht zufolge als freiwillige Kämpfer bei der ukrainischen Armee gemeldet. Aktuell seien knapp tausend Deutsche in der Ukraine im Einsatz, berichtete die Bild am Mittwoch unter Berufung auf ukrainische Regierungskreise. Allein in der ersten Kriegswoche hätten sich rund 500 Bundesbürger gemeldet. Weitere Reaktionen aus Deutschland können Sie in unserem News-Ticker verfolgen.

Insgesamt kämpfen demnach in der ukrainischen Armee mittlerweile rund 22.000 Ausländer. Die vorwiegend jungen Männer kämen zu großen Teilen aus Osteuropa, aber auch beispielsweise aus den USA, berichtete Bild mit Verweis auf Regierungskreise in Kiew.

Ukraine: Ausländische Freiwillige im Krieg - Angriffe gehen weiter

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba hatte bereits am Sonntag von 20.000 ausländischen Freiwilligen gesprochen. Laut Angaben des US-Verteidigungsministeriums rekrutiert Russland wiederum Kämpfer aus Syrien.

Drei Verhandlungsrunden zwischen der Ukraine und Russland sind mittlerweile vorbei. Der Kreml erklärt zuletzt einen plötzlichen Kurswechsel. Am Donnerstag wollen die Außenminister der Länder zusammenkommen - in der Türkei.

Die russischen Angriffe gehen derweil weiter. Bei neuen Luftangriffen auf Städte in der Ukraine sind den Behörden zufolge in der Nacht zu Mittwoch mehrere Menschen getötet oder verletzt worden. Diese Karte zeigt die aktuelle Lage in der Ukraine. (AFP/cibo) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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