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Lukaschenko leistet Putin Treue-Schwur: „Haben praktisch gemeinsame Armee“

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Von: Linus Prien

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Belarus hat bisher nicht militärisch in den Krieg in der Ukraine eingegriffen. Alexander Lukaschenko betont aber erneut seine Nähe zu Russland – Selenskyj warnt bereits.

Minsk - Vor einigen Wochen schloss der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko eine militärische Intervention im eskalierten Ukraine-Krieg noch aus. Seit Beginn des Krieges im Nachbarland erlaubt Belarus zwar die Stationierung von russischen Truppen auf seinem Gebiet, die von dort aus ihre Angriffe koordinieren. Darüber hinaus sollte die militärische Einmischung von Minsk jedoch nicht gehen. Jetzt sorgte der belarussische Staatschef und enge Vertraute des russischen Präsidenten Wladimir Putin jedoch mit einer Aussage für Aufsehen.

Ukraine-News: Belarus und Russland haben „praktisch eine gemeinsame Armee“

Belarus und Russland seien so eng verbunden, „dass wir praktisch eine gemeinsame Armee haben. Aber das wussten Sie ja alles. Wir werden weiterhin mit dem brüderlichen Russland fest vereint sein“, sagte Lukaschenko laut Medienberichten am Sonntag (3. Juli) zum Tag der belarussischen Unabhängigkeit.

Zudem wurden bereits vor einigen Wochen Militärübungen in der Gomel-Region im Süden des Landes angekündigt. Militärexperten befürchteten, dass Putin den belarussischen Machthaber dazu drängen könnte, sich weiter in den Krieg einzumischen. Grund dafür könnten abgesehen von der geografischen Lage von Belarus auch mangelnde Soldaten auf russischer Seite sein.

Ukraine-News: Selenskyj warnt die belarussische Bevölkerung

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigte sich nach den Einlassungen von Lukaschenko besorgt und warnte die Menschen im Nachbarland: „Lukaschenkos Aussage über eine gemeinsame Armee mit Russland ist vor allem für das belarussische Volk gefährlich“, zitierte ihn die Agentur Reuters. 

Für weitere Spannungen zwischen den beiden Ländern sorgen gegenseitige Vorwürfe von Raketenangriffen: „Wir werden provoziert. Vor rund drei Tagen, vielleicht mehr, wurde von der Ukraine aus versucht, militärische Ziele in Belarus anzugreifen“, sagte Lukaschenko am Samstag laut der staatlichen Nachrichtenagentur Belta, wie die Welt berichtete. Die angeblichen Angriffe seien jedoch alle abgewehrt worden. (lp)

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