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115 russische Nationalgardisten verweigern Kriegseinsatz gegen Ukraine - Kündigung folgt

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Ukraine-Krieg: Ein russischer Soldat steht Wache am Stahlwerk in Mariupol.
Aufnahme vom 18. Mai: ein russischer Soldat, hier in Mariupol © OLGA MALTSEVA/AFP

Putins Armee im Ukraine-Krieg hat einen hohen Anteil an jungen Männern, die aus den besonders armen Regionen Russlands kommen. Etliche von ihnen wollten jetzt nicht kämpfen.

Naltschik - Im russischen Nordkaukasus haben 115 Nationalgardisten einen Einsatz im Krieg gegen die Ukraine verweigert. Dies trug ihnen allerdings eine Kündigung ein, die von einem Militärgericht nach Angaben vom 26. Mai für rechtmäßig erklärt wurde. Das meldete die Agentur Interfax aus Naltschik, der Hauptstadt der Teilrepublik Kabardino-Balkarien.

Den Angaben nach hatten die Nationalgardisten sich geweigert, Befehlen zu gehorchen, und waren in ihre Kasernen zurückgekehrt. Als daraufhin ihre Verträge gekündigt wurden, klagten sie, verloren den Prozess aber. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Auch im südrussischen Gebiet Krasnodar haben nach Medienberichten 15 Angehörige der Polizeieinheit OMON ihre Jobs verloren. Sie waren im Februar auf einer Übung auf der Krim gewesen und hatten sich geweigert, im eskalierten Ukraine-Konflikt eingesetzt zu werden.

Ukraine-Krieg: Viele junge, mittellose Männer in Putins Armee

Die russische Führung unter Präsident Wladimir Putin schickt neben der regulären Armee auch Einheiten der Nationalgarde in die „militärische Spezialoperation“, wie der Krieg offiziell genannt wird. In allen Truppenteilen gibt es einen hohen Anteil junger Männer aus den besonders armen Regionen Russlands. Dazu zählen auch Kabardino-Balkarien und Dagestan im Kaukasus oder Burjatien in Sibirien.

Für diese Männer bedeuten Armee oder Polizei oft die einzige Aussicht auf einen Job. Auch bei den russischen Toten und Verwundeten im Ukraine-Krieg sind diese Randrepubliken nach Angaben von Experten überproportional betroffen. (dpa/frs)

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