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Ukraine-Krieg: Nato will Verteidigung der Ostflanke grundsätzlich überdenken

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Jens Stoltenberg, Nato-Generalsekretär
Jens Stoltenberg, Nato-Generalsekretär © Benoit Doppagne / dpa

Die Nato will die Verteidigung ihrer Ostflanke angesichts des Ukraine-Kriegs grundsätzlich überdenken.

Brüssel - "Die Nato-Politiker werden heute über eine langfristige Neuaufstellung sprechen", sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Donnerstag vor Beginn des Nato-Sondergipfel in Brüssel. Die bereits zur Verstärkung entsandten Soldaten im östlichen Teil des Bündnisses sollten "so lange bleiben wie nötig", sagte Stoltenberg.

Darüber hinaus müsse langfristig geplant werden. "Der erste Schritt ist die Aufstellung von vier neuen Gefechtseinheiten im östlichen Teil des Bündnisses, in Bulgarien, Rumänien, Ungarn und in der Slowakei", sagte Stoltenberg. Er bekräftigte, dass die Nato weder Soldaten noch Flugzeuge in die Ukraine entsenden werde. "Wir haben die Verantwortung, dafür zu sorgen, dass dieser Konflikt nicht über die Ukraine hinaus eskaliert", fügte er hinzu.

"Präsident (Wladimir) Putin hat einen großen Fehler gemacht", sagte Stoltenberg. Er habe die Stärke des ukrainischen Volks und deren Armee unterschätzt. Zu dem Nato-Gipfel ist auch US-Präsident Joe Biden nach Brüssel gereist. Es ist das erste Mal, dass an einem Tag die Nato, die EU und die G7-Staaten zu Gipfeltreffen zusammenkommen. Bei allen drei Formaten geht es auch um eine Demonstration der Einheit angesichts der russischen Invasion in die Ukraine.

kol/pe

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