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„Putin scherzt nicht“: Biden warnt vor Nuklear-„Armageddon“ – Pentagon meldet sich zu Wort

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Von: Bedrettin Bölükbasi

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Im Ukraine-Krieg drohen Putin und sein Umfeld immer wieder mit Atomschlägen. US-Präsident Biden sieht nun ein nukleares „Armageddon“ auf die Welt zukommen.

München/Washington – Die schweren Gefechte im Ukraine-Krieg zwischen ukrainischen und russischen Truppen dauern an. Während die ukrainische Gegenoffensive mit einer neuen Taktik große Erfolge erzielt und Kreml-Chef Wladimir Putin zunehmend in die Ecke gedrängt wird, bereitet eine der möglichen Konsequenzen dieses Zustands der Welt große Sorgen.

Sowohl Putin als auch der enge Kreis um ihn drohen regelmäßig mit dem Einsatz von Atomwaffen. Im Staatsfernsehen werden die Rufe danach immer lauter. Experten befürchten, dass Putin tatsächlich zu dieser drastischen Maßnahme greifen könnte, sollte es nach einer sicheren Niederlage für Russland aussehen. US-Präsident Joe Biden hat wohl ähnliche Befürchtungen.

Ukraine-Krieg: Kommt Nuklear-„Armageddon“? Biden warnt vor schwerster Krise seit Kuba

Biden sieht die Gefahr einer atomaren Konfrontation mit katastrophalen Folgen nach Drohungen aus dem Kreml so groß wie seit 60 Jahren nicht mehr. Die Welt habe seit der Kuba-Krise 1962 nicht vor der Aussicht auf ein „Armageddon“ gestanden, sagte Biden laut mitreisenden Journalisten bei einem Auftritt in New York. „Erstmals seit der Kuba-Krise haben wir die Bedrohung durch eine Nuklearwaffe“, unterstrich der Präsident. So versuche man zudem ausfindig zu machen, was Putin als einen „Ausweg“ betrachte.

„Wir haben hier einen Typen, den ich ziemlich gut kenne“, so Biden laut der britischen Zeitung The Guardian. Der Kremlchef scherze nicht, wenn er über den potenziellen Einsatz taktischer Atomwaffen sowie Chemie- und Biowaffen spreche, da das russische Militär in den Kampfhandlungen in der Ukraine schwächele. Die Gefahr sei real, warnte der US-Präsident. Dabei ist unklar, ob sich Bidens Aussagen auf eine neue Einschätzung von US-Sicherheitsbehörden stützt.

Ukraine-Krieg: Pentagon meldet sich zu Wort – „keine neue Einschätzung über Atomwaffen-Einsatz“

Laut dem Pentagon gibt es jedenfalls keine neue Information zu einer möglichen Nutzung von Atomwaffen durch Russland. Das US-Verteidigungsministerium meldete sich nach den jüngsten Drohungen aus Moskau zu Wort. „Gegenwärtig haben wir keine Information, dass uns zu einer Änderung in unserer Aufstellung zur strategischen Abschreckung veranlassen würde“, erklärte Pentagon-Sprecher Patrick Ryder auf einer Pressekonferenz.

„Wir haben auch keine Einschätzung, dass Präsident Putin die Entscheidung getroffen hat, nun Atomwaffen einzusetzen“, hieß es von Ryder außerdem. Dennoch nehme man die Situation sehr ernst und beobachte sie weiterhin. US-Insider halten einen großen Atomschlag zwar für ausgeschlossen, warnen aber vor Putins „taktischen“ Sprengköpfen. (bb/dpa)

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