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Geht Putins Truppen das Essen aus? Kreml-Sprecher reagiert in US-Interview ausweichend

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Von: Franziska Schwarz

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Ukraine-Konflikt: Russische Soldaten die auf einem gepanzerten Fahrzeug
Russische Soldaten Ende Februar 2022. © Anton Vergun / Sputnik / dpa

Die USA und die Ukraine beharren seit Kurzem darauf, dass die russischen Truppen bei ihrer aktuellen Invasion mit der Logistik kämpfen. Putins Sprecher stellt es anders dar.

Kiew - Die Truppen von Wladimir Putin* hätten nur noch Lebensmittel für drei Tage. Die russischen Einheiten, die aktuell in der Ukraine Krieg führen*, hätten Probleme mit dem Nachschub. Das teilte der ukrainische Generalstab am 22. März auf Facebook* mit. Auch ihre Munition und ihr Sprit neigte sich dem Ende zu.

Die Angaben konnten - wie immer in kriegerischen Konflikten - nicht unabhängig überprüft werden. Auch die US-Regierung unter Präsident Joe Biden* spricht seit Tagen von logistischen Problemen der russischen Armee. „Wir wissen, dass sie bei allen Kräften weiterhin Probleme mit Benzin haben und dass sie immer noch Schwierigkeiten haben mit dem Essen“, sagte US-Verteidigungsministeriums-Sprecher John Kirby am selben Tag.

Ukraine-Krieg: Biden-Regierung berichtet von Mangel bei Putin-Soldaten

Mängel gebe es auch bei der Ausrüstung für die Soldaten, zitiert die Nachrichtenagentur dpa einen Pentagon-Vertreter. „Wir haben Hinweise darauf erhalten, dass einige Soldaten tatsächlich Erfrierungen erlitten haben und aus dem Kampf genommen wurden.“ Bei der Kommunikation untereinander hätten die russischen Truppen ebenfalls Probleme.

Das nicht namentlich genannte Ministeriumsmitglied sah den Grund im anhaltenden Widerstand der Ukrainer unter Präsident Wolodymyr Selenskyj* und in der schlechten Planung. „Sie machen sich Sorgen darüber, ob sie ihre Schiffe weiterhin mit Treibstoff versorgen können“, erläuterte er. Besonders die Hafenstadt Mariupol ist schwer umkämpft.

Ukraine-Krieg: Putin-Sprecher gibt US-TV-Sender Interview

Ganz anders, zumindest nach außen, bewertet die Regierung in Moskau die Lage. Der „russische Militäreinsatz“ in der Ukraine verlaufe „streng nach Plan“, zitiert die dpa Kremlsprecher Dmitri Peskow aus einem am 22. März ausgestrahlten CNN-Interview. „Es ist ein erheblicher Einsatz mit erheblichen Zielen“, sagte Peskow auf Englisch dem US-TV-Sender weiter. Hier ein Ausschnitt aus dem Gespräch, das Christiane Amanpour für CNN führte:

Die russische Regierung bezeichnet den seit fast einem Monat andauernden russischen Angriffskrieg in der Ukraine als „speziellen Militäreinsatz“, nicht als Krieg.

Auf die Frage, was Putin im Ukraine-Konflikt* bislang erreicht habe, sagte Peskow, dass die Ziele „noch nicht“ erreicht seien. Als Ziele nannte er unter anderem das Dezimieren des ukrainischen Militärs sowie die Einsicht Kiews, dass die 2014 von Moskau annektierte Schwarzmeer-Halbinsel Krim nun ein „unverrückbarer Teil Russlands“ sei.

Zudem müsse die Ukraine anerkennen, dass die Separatistenregionen im Osten der Ukraine* nun „unabhängige Staaten“ seien. (dpa/frs) *Merkur.de und tz.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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