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Russische Oligarchen mit Yachten auf der Flucht - sie steuern zwei Länder an: USA wollen sie „jagen“

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Natürlich hat auch der Präsident selbst eine Yacht: Die „Graceful“ vom russischen Präsidenten Wladimir Putin liegt am 13.07.2015 im Yachthafen von Sotschi (Russland).
Natürlich hat auch der Präsident selbst eine Yacht: Die „Graceful“ vom russischen Präsidenten Wladimir Putin liegt am 13.07.2015 im Yachthafen von Sotschi (Russland). © Marcus Brandt/dpa

Können sie sich so in Sicherheit bringen? Angeblich haben sich die Yachten einiger russischer Oligarchen in Bewegung gesetzt - eines ihrer Ziele überrascht.

München - Wladimir Putin und Russland stehen nach dem Einmarsch in die Ukraine (Chronologie) weltweit am Pranger. Das gilt auch für die Männer hinter dem Kreml-Chef: Milliardenschwere Oligarchen. Diese haben neben ihrem Konto oft noch eine weitere Gemeinsamkeit: Sie besitzen Luxusyachten. Einige von ihnen haben sich laut der Website Marine Traffic auf die „Flucht“ begeben.

Vier Riesen-Yachten russischer Oligarchen machen sich zu zwei bestimmten Ländern auf

Die vom US-Finanzsender CNBC ausgewerteten Daten zeigen, dass sich mindestens vier Riesenschiffe, die Putin-nahen Wirtschaftsführern aus Russland gehören, in Richtung zweier Länder aufgemacht haben, die sie offenbar als eine Art Zufluchtsort ansehen. Es handelt sich um das Urlaubsparadies der Malediven im Indischen Ozean, sowie den Balkanstaat Montenegro. Vagit Alekperov beispielsweise, Präsident von Lukoi, hat sich mit seiner Yacht von Barcelona nach Montenegro aufgemacht. Alekperov ist laut Forbes etwa 22,5 Milliarden Euro schwer. Die USA wollen die sanktionierten russischen Firmen und Oligarchen „jagen“, wie das Weiße Haus in einem Tweet bekannt gab:

Man werde „eine multilaterale transatlantische Taskforce einsetzen, um die Vermögenswerte sanktionierter russischer Unternehmen und Oligarchen zu identifizieren, zu jagen und einzufrieren – ihre Yachten, ihre Villen und alle anderen unrechtmäßig erlangten Gewinne, die wir finden und per Gesetz einfrieren.“

Unklar ist jedoch, wieso Montenegro als sicherer Hafen für die russischen Yachten gesehen wird, denn das Land ist NATO-Mitglied. Es will die Sanktionen gegen Putins Russland mittragen und erhofft sich eine EU-Mitgliedschaft 2025, für die es sich 2008 beworben hat. Auf den Malediven jedoch wären die Schiffe wohl sicher: Dort gibt es kein Auslieferungsabkommen mit den Vereinigten Staaten.

Wo indes Putins Yacht „Graceful“ steckt, bleibt weiter ein Geheimnis - der Aufenthaltsort des Luxusschiffes ist unbekannt. (cg)

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