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Ukraine-Krieg: „Zeitmangel, Personalmangel und Munitionsmangel“ - Russland hält laut Experte nicht mehr lange durch

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Von: Linus Prien

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Ein ehemaliger US-General gibt im US-Fernsehen seine Einschätzung zum Ukraine-Krieg. Lange, denkt er, wird Russland seine Offensive nicht mehr fortführen können.

Atlanta - In einem Interview mit dem Fernsehsender CNN sagte Frederick Ben Hodges, Russland werde seine Offensive nicht länger als zehn weitere Tage fortführen können. Hodges ist ein ehemaliger General der U.S. Army. Im Interview ging der Militärexperte auf den Zustand der russischen Armee und auf die militärischen Irrtümer des Kremls, in seinem Krieg in der Ukraine, ein.

Ukraine-Krieg: Der Zustand von Putins Armee

Die russischen Truppen in der Ukraine seien schlecht versorgt. Der ehemalige US-General sprach von „Zeitmangel, Personalmangel und Munitionsmangel“. Daraus schloss er, dass Russland seine Offensive nicht länger als zehn Tage weiterführen könne. Die russischen Truppen haben in den vergangenen Tagen nicht die Fortschritte gemacht, die sie erwartet hätten. Zudem sickern immer mehr Berichte von schlechter Moral in russischen Reihen durch.

Putins Ziel: Am Ende geht es um Kiew

Das militärische Ziel Wladimir Putins war ursprünglich, schnell in die Ukraine einzufallen, die ukrainische Hauptstadt Kiew einzunehmen und die ukrainische Regierung Wolodymyr Selenskyjs zu stürzen. Daran ist die russische Armee gescheitert. Die russischen Truppen haben sich deutlich langsamer auf Kiew zubewegt als erwartet. Hodges Einschätzung nach, seien die russischen Truppen nicht in der Lage dazu, Kiew „einzukesseln, geschweige denn einzunehmen.“ Die Stadt sei zu groß und zu komplex.

In der vergangenen Woche hat auch der ehemalige Major der U.S. Army, John Spencer, ein Interview im Spiegel zum möglichen Krieg in der Hauptstadt gegeben. Er schloss zwar nicht aus, dass die russischen Truppen nach Kiew eindringen werden. Jedoch beschrieb Spencer, dass ein Krieg in der Stadt die russische Seite weiter schwächen würde. Die Aufklärungsfähigkeiten durch Drohnen und Satelliten, aber auch ihre Feuerkraft seien in der Stadt nicht auf die gleiche Art gegeben wie im Feld. Es sei ein „Alptraum“, als Angreifer in eine Stadt zu kommen. In der militärischen Planung heiße es, dass „auf einen Verteidiger drei Angreifer kommen müssen. In Stadt beträgt das Verhältnis eins zu fünf.“ (lp)

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