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Putin ließ eigene Truppen wohl ins Messer laufen - Experte macht Kardinalfehler Russlands aus

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Von: Linus Prien

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Russlands Armee will die ukrainische Hauptstadt Kiew einnehmen. Doch die Invasion verläuft nicht reibungslos. Militärexperten erklären mehrere Fehler Wladimir Putins.

Moskau - Als Russland seine Invasion in die Ukraine startete, konnten Überwachungsflugzeuge westlicher Mächte den Angriff in Echtzeit verfolgen. Nach Ansicht von Experten verfolgte Russland zuerst um eine bekannte Taktik:

Wladimir Putins Ziel war es, die ukrainischen Radarstationen, Luftabwehrsysteme und Luftwaffenstützpunkte mithilfe von ballistischen Raketen und Marschflugkörpern außer Gefecht zu setzen. Im Anschluss hätten dann Fallschirmjäger die Luftwaffenstützpunkte eingenommen und die ukrainische Luftflotte zerstören sollen. Dieser Plan ging jedoch nicht auf. Die russischen Transportflugzeuge drehten samt Fallschirmjägern ab und die russischen Kampfjets blieben größtenteils am Boden.

Ukraine-Krieg: Putin verkalkuliert sich

Im Spiegel schildert der britische Militärexperte Justin Bronk, die russischen Truppen seien anders als in vorherigen Fällen vorgegangen. Sie seien wohl davon ausgegangen, auf wenig Widerstand zu stoßen und die großen ukrainischen Städte schnell umstellen zu können. Die russischen Truppen bewegten sich in verhältnismäßig kleinen Einheiten und nur leicht bewaffnet tief ins gegnerische Territorium und waren weiterhin nicht vollständig geschützt - gerade, weil es zunächst nicht gelang, den Luftraum für sich zu behaupten.

Medienberichten zufolge waren russische Truppen nicht über die Umstände ihres Einsatzes informiert worden. Laut der „Tagesschau“ etwa machte sich die Frustration im russischen Militär bemerkbar. Anscheinend gibt es auch Probleme bei der Versorgung mit Nahrung, Munition und Treibstoff. Teils mussten russische Kommandeure normale Mobiltelefone verwenden, um mit ihren Truppen zu kommunizieren. Berichte von Deserteuren seien nach Einschätzung deutscher Sicherheitsbehörden glaubwürdig.

Krieg in der Ukraine: Es lagen Exekutionslisten vor

Dem Spiegel wurde unterdessen bestätigt, dass bereits Exekutionslisten vorlagen. In erster Linie sollte der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, ausgeschaltet werden. Vieles weist darauf hin, dass der Kreml schnell in die Ukraine eindringen und umgehend einen Vasallenstaat installieren wollte - auch die Staatsagentur Ria Nowosti hatte zwischenzeitlich versehentlich eine schnelle Erfolgsmeldung veröffentlicht. So kam es jedoch nicht. (lp)

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