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Ukraine-Krieg: Putins brutaler Plan - sollen diese Männer Selenskyj und die Klitschkos töten?

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Von: Bedrettin Bölükbasi

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Wladimir Putin
Russlands Präsident Wladimir Putin nutzt private Söldner-Armeen für seine Invasion der Ukraine. (Archivfoto) © Thibault Camus/AFP

Im Ukraine-Konflikt greift Putin zu immer heftigeren Mitteln. Killer-Truppen sollen offenbar sowohl Selenskyj als auch die Klitschkos töten und den Widerstand zerschlagen.

München - Der Ukraine-Konflikt wird Schauplatz immer heftigerer Zusammenstöße. Zwar laufen inzwischen ernste Verhandlungen für eine diplomatische Lösung, doch die russische Invasion der Ukraine ist immer noch in vollem Gange. Diese Karte veranschaulicht, wo der Ukraine-Krieg wütet. Russlands Machthaber Wladimir Putin will immer mehr ukrainisches Territorium einnehmen. Diese Karte zeigt die bereits eroberten Gebiete im Ukraine-Krieg. Weitere Visualisierungen und Karten zum Krieg in der Ukraine finden sie hier.

Dennoch stockt die russische Militäroperation in der Ukraine. Die britische Außenministerin Liz Truss warnte im Vorfeld der Münchner Sicherheitskonferenz, Putin könne womöglich zu den „abscheulichsten Mitteln” greifen. Damit könnte sie tatsächlich Recht haben, denn der Kreml-Chef hat nun offenbar erneut einen skrupellosen Plan, um den bislang starken Widerstand der Ukraine zu brechen. Einheiten von russischen Killer-Kommandos sollen wohl unter anderen den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sowie die Klitschko-Brüder ermorden, wie die Bild berichtete. Russland lehnt diese Gerüchte strikt ab.

Ukraine-Krieg: Putin setzt auf tschetschenische Mörder-Truppen - „Wir wollen euch alle töten!“

Im Hintergrund der Ukraine-Krise erklärte Selenskyj mehrmals, er sei das „Ziel Nummer 1” von russischen Truppen. Bei einem Telefonat mit europäischen Staats- und Regierungschefs betonte er vor einigen Tagen, dies könne „das letzte Mal sein, dass Ihr mich lebend seht“. Wladimir Putin legte danach in der Tat einen Gang zu. Oleksij Danilow, der Vorsitzende des ukrainischen Rats für Nationale Sicherheit und Verteidigung, erklärte Anfang März, Selenskyj habe insgesamt drei Attentatsversuche überstanden. Ukrainische Beamte seien durch FSB-Offiziere, die nicht an der Invasion teilnehmen wollen, informiert worden, zitierte die Washington Post Danilow. Die Angreifer laut Danilow: Die sogenannten tschetschenischen „Kadyrowiten“ und Wagner-Söldner. Die britische Times-Zeitung bestätigte diese Angaben später.

Genau diese Spezialkommandos von Putin sollen jetzt die Hauptstadt Kiew so schnell wie möglich einkesseln und den ukrainischen Widerstand brechen. Außerdem dürften sie auch in einem neuen Versuch Jagd auf Selenskyj, den Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko und seinen Bruder Wladimir Klitschko machen. Das wichtigste Glied der Kette für Putins Ziele im Nachbarland ist die brutale tschetschenische Nationalgarde, die der Führung des tschetschenischen Statthalters Ramsan Kadyrow unterliegt - daher auch der Name „Kadyrowiten“.

Kurz nach dem Beginn der russischen Invasion veröffentlichte der Putin-nahe Kadyrow Aufnahmen auf Telegram, die tschetschenische Sondereinheiten mit High-Tech-Ausrüstung und gepanzerten Wagen zeigten. Nach einer Rede von Kadyrow, in der er Selenskyj dazu aufrief, sich von Putin zu „entschuldigen”, machten sich die rund 12.000 Truppen auf den Weg nach Belarus. Von dort marschierten sie schließlich in die Ukraine ein und bewegten sich in Richtung Kiew. Dort leiten sie nun den Sturm auf die Hauptstadt und ihre Vororte. Ziel sei es, die Ukraine von angeblichen „Nationalisten” zu säubern. „Lauft nicht weg, wir wollen euch alle am selben Ort, an der selben Stelle töten”, schrieb Kadyrow dazu auf Telegram.

Ukraine-Krieg: Putins Privatarmee Wagner im Einsatz in der Ostukraine - führen Mariupol-Sturm an

Bei seiner Invasion der Ukraine vertraut der russische Präsident Wladimir Putin auch auf die kampfgeschulten Söldner seiner Privatarmee „PMC Wagner”. Dabei kommen sie hauptsächlich im Osten des Landes in den besetzen Gebieten Donezk und Luhansk zum Einsatz. Die Wagner-Söldner zeigen sich bei Videos auf ihren Telegram-Kanälen grinsend, während russische Mehrfachraketenwerfer im Hintergrund ukrainisches Territorium in Beschuss nehmen. Schon vor der erneuten Invasion war Wagner in der Ostukraine präsent. Gemeinsam mit der russischen Luftwaffe unterstützen sie nun die pro-russischen Separatisten für einen massiven Vorstoß nach Westen in Richtung Mariupol.

Ähnlich wie Kiew oder Charkiw wird auch die Schwarzmeer-Stadt Mariupol immer schwerer bombardiert. Knapp eine halbe Million Ukrainer versuchen unter russischen Bomben am Leben zu bleiben. Der Einsatz der Wagner-Söldner soll Putin einen schnellen Erfolg an der Küste garantieren. Wagner war bislang nicht nur im Donbass, sondern auch etwa in Syrien oder Libyen im Einsatz. Kurz: Überall dort, wo der Kreml seine Macht ausbauen und russischen Einfluss verbreiten will, tauchen auch die Wagner-Söldner auf - jetzt in der Ukraine.

Ukraine-Krieg: Putin schickt Prügeltruppen gegen ukrainische Bevölkerung - sollen Armee entlasten

Die dem russischen Innenministerium unterstellte OMON-Sondertruppe ist ein weiteres, grausames Mittel der Ukraine-Invasion von Putin. Dabei haben die OMON-Einheiten einen ganz bestimmten Zweck. Primär sollen sie nicht gegen die ukrainische Armee kämpfen, sondern den zivilen Widerstand der ukrainischen Bevölkerung - zum Beispiel mittels Demonstrationen - brutal niederschlagen. Immerhin setzt Putin sie auch gegen sein eigenes Volk ein. Protestaktionen von Kriegsgegnern in Russlands Hauptstadt Moskau und Sankt Petersburg wurden von OMON niedergeschlagen, hunderte Demonstranten verhaftet.

Den zivilen Ungehorsam in besetzten ukrainischen Gebieten sieht Kreml-Chef Wladimir Putin ganz und gar nicht gern. Ukrainische Zivilisten werfen sich vor russische Panzer und stellen sich entschlossen gegen russische Soldaten, fordern sie auf, ihr Land zu verlassen. Die OMON-Truppen sollen dies jetzt verhindern - offenbar mit Knüppelschlägen. Sie sollen sie die Kontrolle der besetzten Gebiete von der russischen Armee übernehmen, damit Putins Truppen die Invasion an weiteren Fronten unterstützen können, wie die Bild unter Berufung auf Beobachter berichtete. Erste Erfolge konnte der Kreml-Chef mit seiner neuen Taktik bereits erzielen. Im Süden der Ukraine und rund um Kiew festigen sich russische Positionen trotz des Widerstands. Auch im Donbass erzielen die Truppen von Moskau Fortschritte. (bb)

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