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Wegen Eskalationspotenzial? USA entfernten Putin-Vertraute angeblich von Sanktions-Liste

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Von: Linus Prien

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Eine Vertraute des russischen Präsidenten Wladimir Putin kümmerte sich angeblich in der Schweiz um seine Geschäfte. Offenbar steht sie nicht auf der Sanktionsliste der USA.

Cologny - Die USA und die EU haben weitreichende Sanktionen gegen Russland erlassen. Unter anderem auch gegen die beiden Töchter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Eine Frau, die Putin angeblich nahesteht, blieb Berichten zufolge jedoch bis jetzt vor Sanktionen verschont. Alina Kabajewa ist vermeintlich Putins Geliebte und verbrachte den Großteil des eskalierten Ukraine-Konflikts in der Schweiz. Das berichtete das Wall Street Journal. Der Zeitung zufolge handelte es sich in den USA um eine „Last-Minute-Entscheidung“, Kabajewa nicht auf die Sanktionsliste zu setzen.

Ukraine-Krieg: Kabajewa soll Teile von Putins Vermögen verwalten

Alina Kabajewa ist eine Turnerin und ehemalige Olympionikin. Laut dem Wall Street Journal spielt sie eine Rolle bei der Verwaltung und dem Verstecken von Wladimir Putins Vermögen. Aus diesem Grund sei sie auch weiterhin eine Kandidatin für die amerikanische Sanktionsliste.

US-Funktionäre vermuteten angeblich, dass die Sanktionierung von Kabajewa eine zu persönliche Attacke gegen Putin gewesen wäre und deswegen den Krieg in der Ukraine weiter eskalieren hätte können. Wie die Zeitung weiter berichtete, sei bereits ein Sanktionspaket gegen die Putin-Vertraute aufgesetzt worden. In einer Last-Minute-Entscheidung sei dann die amerikanische nationale Sicherheitsbehörde eingeschritten. Die Sanktionen sollen derzeit auf Eis liegen.

Alina Kabajewa
Alina Kabajewa © Valery Sharifulin/imago

Ukraine-Krieg: Nawalny-Vertrauter bat um Sanktionen gegen Kabajewa

Ein Vertrauter des russischen Oppositionspolitikers Alexander Nawalny bat offenbar bereits vor mehreren Wochen um die Sanktionierung der ehemaligen Olympionikin. Auch er habe darauf hingewiesen, dass Kabajewa das Vermögen von Putin verstecke, berichtet das Wall Street Journal. Nachweisen konnte der Vertraute Nawalnys seine Aussagen jedoch offenbar nicht. Kabajewa, die während des Krieges in der Ukraine angeblich lange Zeit in Cologny in der Schweiz verbrachte, könnte laut Einschätzungen amerikanischer Sicherheitsexperten aufgrund ihrer Nähe zu Putin eine der einflussreichsten Frauen Russlands sein.

Kabajewa habe in Cologny bei Genf in einer von hohen Mauern eingehegten Luxusvilla gewohnt. Des Weiteren soll das Anwesen über eine Helikopter-Landefläche verfügt haben, über die die Geschäftspartner Wladimir Putins angeblich ein und aus gingen.

Auch das ukrainische Parlament forderte Sanktionen gegen Kabajewa. Laut dem Wall Street Journal verfasste es ein Schreiben an die Regierung der Schweiz, in dem es die Ausweisung der Putin-Vertrauten aus dem Land und die Beschlagnahmung jeglicher Immobilien Kabajewas forderte. Die Schweiz kam den Forderungen nicht nach, da es angeblich keine Indizien für Kabajewas Aufenthalt im Land gab. (lp)

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