1. Startseite
  2. Politik

Brutale Gewalt gegen Frauen? Ukraine wirft Russland gezieltes Vorgehen vor

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Linus Prien

Kommentare

Ukrainische Frauen bei der Beerdigung eines Soldaten.
Ukrainische Frauen bei der Beerdigung eines Soldaten. (Symbolbild) © IMAGO/Serhii Hudak

Russische Truppen sollen im Ukraine-Krieg gezielt Frauen angegriffen haben. Das und weitere Abscheulichkeiten werf ukrainische Politiker der Armee Russlands vor.

Kiew - Ukrainische Politiker werfen Russland im Ukraine-Konflikt gezielte Gewalt gegen Frauen und Mädchen vor. Der Parlamentsabgeordnete Olexij Gontscharenko berichtete in einem am Sonntag auf Twitter veröffentlichten Video von nackten Frauenleichen, die unweit von Kiew am Straßenrand gefunden worden seien. „Sie verstehen, was passiert ist“, sagte er. Gontscharenko deutete damit offensichtlich Vergewaltigungen an. Die Russen hätten versucht, die Leichen der Frauen zu verbrennen, sagte Gontscharenko weiter, was jedoch nicht unabhängig bestätigt werden konnte.

Ukraine-Krieg: Schreckliche Vorwürfe gegen russische Soldaten

Im Kiewer Vorort Irpin seien Frauen und Mädchen erschossen worden, sagte zudem Bürgermeister Olexander Markuschyn der Deutschen Welle. „Dann sind sie mit Panzern überfahren worden.“ Aus Russland gab es zunächst keine Reaktion auf die Vorwürfe. Anders als bei den Vorwürfen bezüglich des Massakers von Butscha: In diesem Zusammenhang stritt Russland kategorisch jegliche Beschuldigungen ab und kündigte an, vermeintliche Falschmeldung über das eigene Militär, strafrechtlich zu verfolgen.

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba sagte in einer auf Twitter veröffentlichten Videobotschaft zu den berichteten Gräueltaten, je schneller die ukrainische Armee die von Russland besetzen Gebiete „befreien“ könne, desto mehr würden die Menschenrechte dort gewahrt: „Frauen werden nicht vergewaltigt. Kinder werden nicht mitansehen müssen, wie ihre Mütter vergewaltigt werden. Zivilisten werden nicht getötet.“ Er fügte hinzu, sein Land brauche daher Unterstützung. „Wir brauchen Waffen - jetzt.“ (dpa/lp)

Auch interessant

Kommentare