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Blitzkrieg wird zum Desaster für Russland: Jetzt trifft Putins Zorn Generäle und Geheimdienstler

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Von: Klaus Rimpel

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Der russische Angriffskrieg in der Ukraine ist ins Stocken geraten, hochrangige Generäle sind tot. Das führt zu Entlassungswellen beim Militär. Auch Geheimdienstler sind betroffen.

Moskau/Kiew - Der geplante Blitzkrieg ist gescheitert: Drei Wochen nach dem russischen Überfall hält die ukrainische Armee Wladimir Putins Militärmaschinerie noch immer stand. Putins Frust über den Verlauf des Ukraine-Kriegs führt jetzt zu ersten Säuberungswellen beim Militär: Acht Generäle wurden entlassen, führende Geheimdienst-Mitarbeiter unter Hausarrest gestellt. Und nun wurde einer der ranghöchsten Militärs, General Roman Gawrilow, verhaftet, berichtet unter anderem die britische Zeitung The Telegraph unter Berufung auf einen britischen Minister.

Roman Gawrilow ist Vizechef der russischen Nationalgarde, die beim Einmarsch in die Ukraine herbe Verluste erlitten haben soll. Putin hatte bereits in einer Rede vor einigen Tagen eine „Säuberung“ Russlands von „Verrätern“ angekündigt und dabei harsche Worte benutzt. „Jedes Volk, das russische Volk ganz besonders, wird immer in der Lage sein, das Gesindel und die Verräter zu erkennen und sie auszuspucken, wie man eine Fliege ausspuckt, die einem in den Mund geflogen ist“, erklärte er. „Ich bin sicher, dass eine solche echte und notwendige Selbstreinigung der Gesellschaft unser Land nur stärken wird.“

Ukraine-Krieg: Putin entlässt scheinbar zahlreiche Generäle und Geheimdienstler

Bereits vor einer Woche soll Putin acht Generäle entlassen haben, weil sie „ihre Aufgabe“ nicht erfüllt hätten. Laut westlichen Berichten soll Putin zudem den Leiter der Auslandsabteilung im Inlandsgeheimdienst FSB, Sergei Beseda, und seinen Stellvertreter unter Hausarrest gestellt haben. Ihnen wird demnach vorgeworfen, vor dem Krieg Informationen für Putin frisiert zu haben.

Waleri Gerassimow (li.) und Generalstabschef der russischen Streitkräfte Sergej Schoigu Ende Februar bei Wladimir Putin.
Russlands Militär auf verlorenem Posten? Waleri Gerassimow (li.) und Generalstabschef der russischen Streitkräfte Sergej Schoigu Ende Februar bei Wladimir Putin. © picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Alexei Nikolsky

„Es besteht kein Zweifel, dass Putin erkennt, in welch tiefem Schlamassel sich diese Operation befindet“, so Christo Grozev vom internationalen Recherchenetzwerk Bellingcat. „Es ist so schlimm, dass er mitten im Rennen die Pferde wechselt – ein großes Tabu im Krieg.“ Laut britischen Geheimdienstinformationen hat sich die russische Armee zum Großteil festgefahren, auch weil der Untergrund neben den Straßen zunehmend schlammig wird.

Russlands Blitzkrieg in der Ukraine ist gescheitert: Wie hoch sind die Verluste?

Moskaus Streitkräfte sollen bereits mehr als 1000 Fahrzeuge verloren haben. 7000 bis 9000 Soldaten sollen gefallen sein, darunter vier der 20 in der Ukraine kämpfenden Generalmajore: Am Dienstag (15. März) starb der russische Generalmajor Oleg Mityaev beim Sturm auf Mariupol.

Bei den Kämpfen um die zweitgrößte Stadt Charkiw wurde nach Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes General Vitaly Gerasimow getötet. Bereits am 28. Februar wurde der 14-fach ausgezeichnete Generalmajor Andrei Sukhowetsky von einem Scharfschützen in der Nähe von Mariupol getötet. Am 11. März teilte das ukrainische Militär mit, den erst im Dezember zum Generalmajor beförderten Andrei Kolesnikow getötet zu haben. Hinzu kommen laut US-Regierung bis zu 21.000 verletzte Soldaten. Die

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