Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) steht am 14. März 2022 in Ankara neben Recep Tayyip Erdogan, dem Präsidenten der Türkei. Es ist der Antrittsbesuch des Kanzlers beim Nato-Partner Türkei.
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Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) steht am 14. März 2022 in Ankara neben Recep Tayyip Erdogan, dem Präsidenten der Türkei. Es ist der Antrittsbesuch des Kanzlers beim Nato-Partner Türkei.

Noch am Abend zurück nach Berlin

Ukraine-Krieg: Scholz und Erdogan fordern Putin zum Stopp auf - „Halten Sie inne“

  • Marcus Giebel
    VonMarcus Giebel
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Für Olaf Scholz stehen immer noch einige Reisen an. Am Montag ging es in die Türkei zu Präsident Recep Tayyip Erdogan. Der News-Ticker zum Antrittsbesuch.

  • Olaf Scholz* trifft am Montag (14. März) den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan* in Ankara.
  • Es handelt sich um den Antrittsbesuch des Bundeskanzlers (siehe Erstmeldung).
  • Im Mittelpunkt der Gespräche steht der Ukraine-Krieg. Auch die internationalen Verhandlungen gehen weiter. (Update vom 14. März, 6.40 Uhr).

Update vom 14. März, 18.12 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich am Montag erneut für einen zügigen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg ausgesprochen. „Mit jedem Tag, mit jeder Bombe entfernt sich Putin mehr aus dem Kreis der Weltgemeinschaft“, sagte Scholz über Russlands Staatschef Wladimir Putin nach einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Ankara. Deswegen sei der klare Appell an den Kreml-Chef: „Halten Sie inne. Es kann nur eine diplomatische Lösung geben.“

„Wir müssen dafür Sorge tragen, dass jetzt auch bald Ergebnisse erzielt werden, die einen Waffenstillstand ermöglichen“, betonte Scholz. Mit der Türkei als Nato-Partner werde in dem Konflikt eng kooperiert. Ankara habe sich klar gegen den Krieg Russlands ausgesprochen und auch Waffen geliefert, sagte Scholz.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan schloss indes weitere Waffenkäufe aus Russland nicht grundsätzlich aus. Es sei zu früh, um dazu eine Aussage zu treffen und man müsse sehen, was die Zukunft bringe, sagte Erdogan am Montag bei seinem Treffen mit Bundeskanzler Scholz in Ankara. Die Türkei wolle sowohl ihre Beziehungen zu Russland als auch zur Ukraine aufrecht erhalten.

Bundeskanzler Olaf Scholz reist zu Antrittsbesuch in die Türkei

Update vom 14. März, 13.15 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ist am Montag zu seinem Antrittsbesuch in die Türkei eingetroffen, der ganz im Zeichen des Ukraine-Kriegs stehen wird. In der Hauptstadt Ankara wird er zunächst einen Kranz am Mausoleum für den Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk niederlegen und wird dann von Präsident Recep Tayyip Erdogan mit militärischen Ehren empfangen. Neben einem Gespräch unter vier Augen ist ein Abendessen geplant. Scholz reist noch am Montagabend zurück nach Berlin.

Die Türkei hat sich im Ukraine-Konflikt als Vermittler etabliert. Das Nato-Land hat enge Beziehungen zur Ukraine und zu Russland, Ankara grenzt im Schwarzen Meer an beide Länder. Erdogan hat immer wieder betont, keinen der beiden Partner aufgeben zu wollen und hat sie vergangene Woche erstmals seit Kriegsbeginn auf Außenministerebene an einen Tisch gebracht.

Update vom 14. März, 6.40 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) reist am Montag zu seinem Antrittsbesuch in die Türkei, der im Zeichen des Ukraine-Kriegs stehen wird. In der Hauptstadt Ankara trifft er am Nachmittag Präsident Recep Tayyip Erdogan zu einem Gespräch, an das sich ein Abendessen anschließt. Noch am selben Tag reist Scholz zurück nach Berlin. Die Türkei hat sich im Ukraine-Konflikt als Vermittler etabliert - die Außenminister der Ukraine und Russlands trafen sich vergangene Woche in Antalya im Beisein des türkischen Kollegen.

Ukraine-Krieg: Scholz bei Erdogan - Bundeskanzler nicht nur wegen des Konflikts in der Türkei

Für die Gespräche mit Recep Tayyip Erdogan braucht er diesmal kein Telefon: Bundeskanzler Olaf Scholz reist zum Antrittsbesuch in die Türkei.

Erstmeldung vom 13. März: München - Der Ukraine-Konflikt* überschattet die ersten Monate der Amtszeit von Bundeskanzler Olaf Scholz. Auch deshalb heißt für den SPD*-Politiker wie für viele andere Staatschefs die oberste Maxime: alles dafür tun, damit die Kampfhandlungen zwischen den Invasoren aus Russland und den Verteidigern beendet werden.

Die Lage in Osteuropa nach dem von Kreml-Chef Wladimir Putin* befohlenen Einmarsch wird auch das wohl wichtigste Thema beim Antrittsbesuch des 63-Jährigen in Ankara beim türkischen Präsidenten sein. Daneben dürfte es allgemein um die Zusammenarbeit beider Länder gehen. Nach den Gesprächen ist ein gemeinsames Abendessen geplant, ehe Scholz noch am Montag zurück nach Berlin fliegen wird.

Scholz bei Erdogan: Türkei vermittelt zwischen Ukraine und Russland

Die Türkei* übernimmt wegen ihrer Nähe sowohl zu Moskau und als auch zu Kiew die Rolle einer Vermittlerin. Erst vor wenigen Tagen hatten sich der russische Außenminister Sergej Lawrow und sein ukrainischer Kollege Dmytro Kuleba in Antalya* erstmals seit Kriegsbeginn persönlich getroffen, gingen jedoch ergebnislos auseinander.

Dennoch wurde die Türkei von der EU* und auch von US-Präsident Joe Biden* für den Vermittlungsversuch gelobt. Der starke Mann im Weißen Haus* dankte Erdogan sogar telefonisch für die Bemühungen.

Video: Scholz will Schröder-Gespräche bei Vermittlung berücksichtigen

Scholz in der Türkei: Antrittsbesuch unter besonderen Vorzeichen wegen Ukraine-Krieg

Vor Scholz zeigten sich auch Staatschefs in der Türkei, deren Länder stark belastete Beziehungen zu Ankara haben. So reiste der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis am Sonntag nach Istanbul - vergangene Woche war Israels Präsident Izchak Herzog erstmals offiziell in der Türkei.

Für Scholz ist es der fünfte Antrittsbesuch in einem nicht zur EU gehörenden Land. Er hatte auch schon den USA*, Russland*, der Ukraine* und Israel* seine Aufwartung gemacht.

Bereits am Dienstag empfängt der Nachfolger von Angela Merkel* Jordaniens König Abdullah II. in Berlin. Bei diesen Gesprächen stehen neben dem Krieg in der Ukraine* auch die bilateralen Beziehungen und der Nahost-Friedensprozess im Mittelpunkt. (mg) *Merkur.de ist ein Angebot IPPEN.MEDIA

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