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Welche Waffen braucht Deutschland? Ex-General erklärt und nennt weiteren Militär-Aspekt „unumgänglich“

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Von: Michelle Brey

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Mit welcher Ausrüstung sollte die Bundeswehr ausgestattet werden?
Mit welcher Ausrüstung sollte die Bundeswehr ausgestattet werden? © Sina Schuldt/dpa

Wofür sollte das Sondervermögen für die Bundeswehr ausgegeben werden? Ein ehemaliger Brigadegeneral erklärt, in welche Ausrüstung er investieren würde.

Berlin/München - Der Angriffskrieg russischer Truppen auf die Ukraine lässt in Deutschland immer wieder die Frage nach der Beschaffenheit der Bundeswehr aufkommen. Nur einen Tag nach Russlands Einmarsch schlug der Chef der Bundeswehr Alarm. „Die Bundeswehr, das Heer, das ich führen darf, steht mehr oder weniger blank da“, schrieb er via LinkedIn.

Die Bundesregierung um Kanzler Olaf Scholz (SPD) kündigte schließlich am 27. Februar vor dem Hintergrund des eskalierten Ukraine-Konflikts eine massive Aufstockung der Wehrausgaben an. Mit einem Sondervermögen in Höhe von 100 Milliarden Euro soll die Bundeswehr besser ausgestattet werden. Welche militärische Ausrüstung sollte damit beschafft werden?

Ukraine-Krieg: Welche militärische Ausrüstung benötigt Deutschland?

„Prioritär müssen wir mit dem Sonderfonds von 100 Milliarden Euro die materielle Einsatzbereitschaft der Bundeswehr hochfahren“, sagte Brigadegeneral a.D. Erich Vad gegenüber Focus Online. Ihm zufolge benötige die Bundeswehr folgende Ausrüstung:

Ukraine-Krieg: Geld alleine reicht nicht aus - „Einsatzbereite Streitkräfte unumgänglich“

Die „materielle Einsatzbereitschaft des Großgeräts der Bundeswehr“ sei aktuell (Stand: 1. April) definitiv nicht gegeben, sagte er. Damit seien im Wesentlichen Panzer, Schützenpanzer, Kampfflugzeuge, Schiffe und U-Boote gemeint, führte er an. Auch personelle Probleme sprach er gegenüber der Zeitung an. So würden „mindestens 20.000 Soldaten fehlen“ - und das „seit Jahren“.

Geld allein werde die Sicherheit nicht erhöhen, sagte er. „Angesichts einer ins Wanken geratenen Weltordnung sind einsatzbereite Streitkräfte als politische Rückversicherung unumgänglich“, verdeutlichte Ex-General Vad gegenüber Focus Online.

Ukraine-Krieg: Raketenabwehrsystem für Deutschland? „Muss ein System sein, das adaptierbar ist“

Auch auf das aktuelle Thema rund um ein Raketenabwehrsystem ging der Ex-General ein. Die Bundesregierung prüft mit Blick auf den Ukraine-Krieg und die Bedrohung durch Russland den Kauf eines Raketenschutzschilds.

Laut Vad werde ein Abwehrsystem benötigt, „das Deutschland und zumindest unsere östlichen Partner schützt, im Nahbereich, im mittleren Bereich und im Langstreckenbereich“. Besonders im Hinblick auf neuere Technologien, wie etwa Hyperschallraketen, müsse es ein System sein, das „adaptierbar ist“.

Während in Deutschland über die Aufrüstung gesprochen wird, setzen sich die Ukraine-Verhandlungen fort. Der Kreml sieht neue Schwierigkeiten, und lässt China auflaufen. (mbr)

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